Thema:
Re:Juristen vor: DNA Test rechtmässig? flat
Autor: Maxiplus
Datum:04.04.19 14:39
Antwort auf:Re:Juristen vor: DNA Test rechtmässig? von Telemesse


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>Das bestreitet ja niemand. Sicherlich ist das ein offizieller Vorgang. Das Gericht versucht Beweismittel beizubringen. D.h. aber noch lange nicht das du dabei mitwirken musst. Dabei muss man immer auf den genauen Wortlaut der Schreiben achten. Wenn es eine Rechtsverpflichtung gibt wird diese i.d.R. in den Schreiben explizit erwähnt und es werden Fristen genannt in denen du den Aufforderungen nachkommen musst. Wenn es keine Rechtsverpflichtung gibt dann wird eben „nur“ gebeten oder aufgefordert und eben auch keine Rechtsgrundlage angeführt.
>Deswegen würde ich einfach wie oben geschrieben nachfragen. Darauf müssen die dir nämlich rechtsverbindlich antworten.



Hab jetzt grad mal das hier gefunden, das wird es wohl sein:

"Es ist möglich, eine Abstammungsuntersuchung einzuklagen. Festgehalten ist dies in § 1598a BGB. So können vorgeblicher Vater, die Mutter und auch das Kind gerichtlich durchsetzen, dass sich die Beteiligten einer DNA-Analyse unterziehen. Ist also eine solche Untersuchung erforderlich, wird der Kläger seinen Antrag entsprechend beim Familiengericht stellen. Im äußersten Fall kann die DNA-Probe vom Beklagten mit polizeilicher Gewalt eingeholt werden. Übrig bleibt das Recht für alle Beteiligten, das Ergebnis der Untersuchung zu erfahren."

Ist halt die Frage, ob das mit der "polizeilichen Gewalt" auch für die Verwandten gilt. Aber ich wäre ja wohl kaum selbst ein Beklagter in dieser Sache und auch völlig unbeteiligt, mit welchem Recht könnten die da polizeiliche Zwangsmassnahmen durchführen? Alles ziemlich seltsam und verworren. Ich hab auf Google bisher nichts eindeutiges zu diesem Spezialfall finden können.


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