Thema:
Re:“Die Anstalt” zerlegt Mario Barth (Dieselskandal) flat
Autor: Telemesse
Datum:19.03.19 14:11
Antwort auf:Re:“Die Anstalt” zerlegt Mario Barth (Dieselskandal) von king_erni

>Es ist mir vollkommen klar, wie schwierig es ist Grenzwertmessungen in Bereichen vorzunehmen, die von einer Mischverschmutzung betroffen sind. Es dürfte aber nicht strittig sein, dass verschmutzte Luft, egal ob wir sie nur kurzfristig ein paar Minuten oder jeden Tag mehrere Stunden einatmen, ein Umstand ist, den sich eine Gesellschaft so nicht leisten darf und kann -  vor allem wenn man sich ihr nicht freiwillig entziehen kann. Ich finde es auch vollkommen überzogen, wie aktuell der Autoverkehr als einziges Übel dieser Verschmutzung an den Pranger gestellt wird, es dürfte aber auch jedem klar sein, das das aktuellen Verkehrsaufkommen in deutschen Großstädten bedenkliche Ausmaße angenommen hat und dass nunmal Autos einen großen Teil an der Atemluft-Verschmutzung haben. Ich finde es daher ziemlich ätzend, dass Mario Barth sich hustend und röchelnd eine Zigarre ansteckt, dann darüber rumwitzelt, dass man daran sicherlich sterben wird (was man ohne Zweifel übrigens sehr gut KANN) und damit ein akutes Thema ins Lächerliche zieht. Dazu kommt noch, dass er nebenbei auf Veganern, Geschlechter-Minderheiten, und Öko-Freaks rumreitet und so tut als ob er die objektive Wahrheit in einer witzigen Verpackung verkaufen würde.

Ich denke da sind wir auf einer Linie. Klar sollte man alles unternehmen um die Luft weiterhin zu verbessern. Dazu braucht es sinnvolle Maßnahmen und praktikable Umsetzungsmöglichkeiten. Da hilft es genausowenig wenn von Seite A die Gefährdungen lächerlich gemacht werden wie wenn sie von Seite B überdramatisiert werden.
Mich stört aktuell eben dieser einseitige Hauruck Aktionismus dessen Hauptintension es zu sein scheint schnellstmöglich einen vermeintlichen Hauptschuldigen auszusuchen auf den dann alle schön drauf hauen können.


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