Thema:
Re:OT: IMO sind wir da schon. flat
Autor: Xtant
Datum:27.06.23 13:07
Antwort auf:Re:OT: IMO sind wir da schon. von Droog

Jein...

Ich gehöre da irgendwie in die Kategorie.

Ich verdiene nicht wirklich gut, aber für einen typischen westlichen Mindestlebensstandard völlig ausreichend. Irgendwie schaffe ich es nicht, wirklich was anzusparen. Aber im Zweifel bin ich halt jederzeit kreditwürdig. :)

Das ist teilweise unbewusst (auf jeden Euro zu achten bzw. permanent aufs Konto zu glotzen ist mir ein Greuel), teilweise bewusst (ich habe schon immer gerne Geld für Hobbys ausgegeben, aktuell sind es unter anderem Brettspiele oder gehe gerne mal mit der Holden essen), teilweise den Umständen geschuldet (Unterhalt fürs Kind, Partnerin seit über einem Jahr arbeitsunfähig).

Und dann halt noch die großteils absehbaren, mitunter auch unabsehbaren "Großausgaben" ab dem niedrigen dreistelligen Bereich aufwärts (Autosachen, Urlaub etc.).

Mitunter wird es dann echt eng, zumal ich eine Konto komplett ohne Überziehung habe (ehemaliges Pfandschutzkonto, hab mich seitdem nicht mehr drum gekümmert). Darauf reagiere ich dann eine zeitlang mit Gürtel enger schnallen, wobei "zeitlang" kaum mehr als eine Woche ist.

Und manchmal läuft es dann wieder besser, dann ist ein kleines Polster da. Nicht, dass ich das gleich wieder mit vollen Händen ausgeben würde. Aber es wird dann halt alles wieder etwas lockerer und es ist ein Spiel extra drin z.B.

Für viele (einschließlich meinen Eltern) wäre diese Lebensweise sicher ein absolutes Grauen. Ich will ja auch endlich einen Tick mehr Richtung "Rücklagen schaffen" gehen, aber mei, es ist schwierig. Aber ich komme damit insgesamt sehr gut zurecht. Denn Sinn dahinter, im Alltag sich halbwegs stark einzuschränken (und das würden z.B. jeden Monat 200 Euro zur Seite legen tatsächlich bedeuten), nur um in einer trotzdem ungewissen Zukunft minimal besser dazustehen - das sehe ich irgendwo nicht ein.

Wobei ich dazu sagen muss, dass ich da mit einer ehemals obligatorischen Zusatz-Renten-/Lebensversicherung (läuft inzwischen auf Sparflamme ) und einer Art Betriebsrente (wenn ichs bis zum Schluss bei der Deutschen Post durchhalte) samt potenzieller Einfamilienhaus-Erbmasse jetzt da auch nicht sooo schlecht dastehe.


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