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| Autor: | Pezking | ||
| Datum: | 26.06.23 11:13 | ||
| Antwort auf: | Beruf oder Familie von LustigesWiesel | ||
>Jetzt wird es natürlich jene geben, die mir sagen werden das beides ganz easy möglich ist. Ich habe aber leider festgestellt, das sich in meinen bisherigen Berufsleben beides etwas beißt. >Meine momentane Stelle ist genial, ich habe auch schon oft gesagt, das ich als Single jeden Tag 12 Stunden bleiben würde, weil die Arbeit es auch hergibt, und man sich in so vieles reinfuchsen kann. Aber ich bin kein Single, und merke das meine Frau unglücklich über die Arbeitszeiten, Abendtermine und das fehlen von Homeoffice ist. >Bin selbst auch im Zwiespalt, auf der einen Seite mag ich den Job sehr, auf der anderen Seite sehe ich auch ganz klar die negativen sozialen Aspekte. >Jetzt haben wir ´ja als Familie den Entschluss gefasst das ich ab jetzt mich ganz unverbindlich, Örtlich anderes umsehe. Stand für mich eigentlich fest das ich das selbe wie jetzt an einem anderen Ort machen möchte, stellt sich nach und nach doch eher die Frage ob ich die erfüllende Arbeit für weniger Stress, Verantwortung und vor allem geringere Arbeitszeiten aufgeben sollte. Klar wenn es sich verbinden lässt würde ich nicht nein sagen, doch weiß ich auch, das Endscheidungsspielraum, Gestalterische Freiheit und Eigenverantwortlichkeit meistens mehr von einem fordern. > >Wie würdet ihr euch entscheiden? Oder habt ihr euch schon entschieden? Unabhängig von irgendwelchen familiären Überlegungen und Anforderungen habe ich schon sehr früh für mich beschlossen, dass ich viel Stress, lange Arbeitszeiten und berufliche Verantwortung nicht erfüllend finde und ich deshalb für mich einen Job suche, der mich möglichst wenig fordert, meinen Neigungen und Talenten entspricht und viel Freiheit bietet. Natürlich ggf. auf Kosten der Einkommenshöhe. Beim Lokaljournalismus wurde ich fündig. Ich will gar nicht für eine größere Zeitung oder über spannendere Themen schreiben. Eher sehe ich mich irgendwann mal als Pressesprecher für eine ruhige Kommune ohne echte Probleme. Wohlgemerkt bin ich alles andere als faul! Ich erledige meine Arbeiten stets absolut zuverlässig, gewissenhaft, pünktlich und vorausschauend. Deshalb weiß ich auch genau, dass ich mich über den Anspruch meines Jobs zügeln muss. Sonst würde ich doch wie mein Vater enden. Mein Vater war in dieser Hinsicht einfach ein zu abschreckendes Beispiel. Bei aller Bewunderung für das, was er erreicht hat: Hätte ich seinen früheren Alltag (selbstständig und permanent 60-Stunden-Woche bei maximal drei Wochen Urlaub im Jahr) - ich würde eingehen wie eine Primel und wäre chronisch depressiv. Und jetzt im Rentenalter ist er plötzlich orientierungslos, kränklich und neigt zu Depressionen. Arbeit war sein Leben. Ich habe gezielt nach dem Gegenteil Ausschau gehalten. |
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