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| Autor: | Lynne | ||
| Datum: | 18.08.22 15:09 | ||
| Antwort auf: | Re:Liz Cheney verliert Wahl in Wyoming von emka | ||
>> >>Wenn "ihre Wähler" halt als Hauptziel die willenlose Unterstützung von Donald Trump haben, dann passt das wohl. Bis auf 2 haben ja alle Abweichler aus dem Kongress die Tür gezeigt bekommen. 4 haben die Vorwahlen verloren udn ebenso viele sind nicht mal mehr angetreten. Aber was genau und wird das unter den Tisch gekehrt? >> > >"unter den Tisch gekehrt" hab ich so gemeint: Es wird nicht thematisiert, inwieweit Liz Cheney ihrer Hauptaufgabe - Repräsentation ihrer Wähler - nachgekommen ist. Es wird alles auf "Trump" reduziert (der natürlich eine wichtige Rolle spielt). Wahltag ist Tag der Abrechnung: Wenn der bisherige Kandidat in den Augen der Wähler schlechte Arbeit geleistet hat, kassiert er die Quittung. Und das ist gut so (unabhängig davon, ob einem persönlich die Mehrheitsmeinung schmeckt oder nicht). Das ist doch Quark. Sofort nach den sie in Opposition zu Trump gegangen ist wurde sie von ihrem Wahlkreis abgestraft (censured). Das einzige was sie "falsch" gemacht hat, war die Unterstützung von Trump einzustellen nach dem 06.01.2021. Das ist das einzige, was für zwei Drittel der Wähler in Wyoming wichtig war. >Schlecht ist, wenn man apokalyptische Szenarien produziert, weil einem das Wahlergebnis nicht passt. Blauäugig ist es, den eindeutigen Trend Richtung "alles egal, die Hauptsache ist, dass wir regieren" nicht erkennen zu wollen. Wo in der Geschichte wäre sowas denn schon mal gut ausgegangen? >>>Wenn Pelosi und Biden den Supreme Court als "radical" und "extremist" titulieren (Roe v. Wade-Entscheidung), dann muss ich nicht die nächste Wahl abwarten: Auch die Demokraten tun sehr viel, um das Vertrauen in demokratische Abläufe und die Verfassungsorgane zu zerstören. >> >>Man muß das Kind aber auch beim Namen nennen dürfen, und die Balance im SCOTUS haben die Republikanern nun mal "leicht unfair" in deren Richtung kippen lassen, in dem sie erst irgendwelche angebliche Regeln befolgen müssen, die dann später für sie selbst nicht mehr gelten. >> > >Wo willst Du mit "unfair" anfangen und wo aufhören? Das ist leicht. Merrick Garland vs. Amy Coney-Barret - wie willst du dir das schön saufen? "Gerrymandering" wäre das nächste Ding. Es muss mE Grenzen geben, was man als hochgestellter Politiker emotional äußern darf, Verunglimpfung des Supreme Courts gehört dazu. Der Schaden ist viel zu tiefgreifend. >Ich finde es richtig, dass es bei uns im Politikbetrieb Tradition ist, dem Bundespräsidenten und den höheren Gerichten Respekt zu zollen. Respekt ist nichts, was jemand oder ein Amt einfach so verdient hat, wenn sich nicht auch dementsprechend verhalten wird. Die angehenden Richter haben allesamt einfach schlicht gelogen, als sie bei der Anhörung angesprochen auf "Roe vs Wade" gesagt haben, dass wäre ja stehendes Recht und würde nicht angetastet werden. Warum sollte denen besonderer Respekt zustehen? Und wenn irgendein bekloppter Bundespräsident vielleicht mal was wie "ach, so schlimm war's unter Hitler jetzt doch auch wieder nicht" labern sollte, dann sollte dem auch dementsprechend der Arsch erst aufgerissen und dann der Stuhl vor die Tür gestellt werden. Die Inhaber eines Amtes haben nur Respekt verdient, wenn deren Handlungen diesen auch verdienen. Was aber natürlich nicht heißt, dass die da in Amerika ohnehin in allen Richtungen und Lagern mittlerweile komplett das Maß verloren haben. Lynne |
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