| Thema: |
|
||
| Autor: | Telemesse | ||
| Datum: | 17.03.22 08:50 | ||
| Antwort auf: | Re:Kann ich gerne drauf verzichten von Droog | ||
>>>>Bin ja oft hier im Wald unterwegs und da habe ich wahrlich keinen Bock einem Wolf zu begegnen und das die da wo die auftauchen unkontrolliert Nutztiere reißen ist auch nicht gerade ein Benefit der die Landwirte/Tierhalter erfreut. >>> >>>Lol, ein Wolf will doch gar nichts von dir. >>>---------------------- >>>Gesendet mit M! v.2.7.0 >> >>Ein Hai will in der Regel auch nix von mir deswegen schwimme ich trotzdem ungern in Gewässern in den sich Haie tummeln. > > >Der Vergleich ist ein wenig unpassend. Für gewisse (große) Haiarten gilt der Mensch, sofern er sich in ihrem Revier verirrt durchaus als potentielle Beute. Im besten Fall wird er geduldet bzw neugierig beäugt. > Es ist ja nicht so das ich jetzt panische Angst vor Haien hätte, ich war auch schon im roten Meer zum Rifftauchen. Aber ich würde lügen wenn ich nicht sagen würde das es für mich durchaus ein unwohliges Gefühl ist wenn ich in einem Gewässer Haie in Sichtweite habe. Beim tauchen ist das noch einigermaßen OK, weil man eben zumindest etwas sieht was um einen herum passiert, beim schwimmen in solchen Gewössern empfinde ich das als deutlich unangenehmer. >Der Wolf hingegen meidet in der Regel den Menschen und geht ihm aus dem Weg. Die Wölfe hier in Deutschland sind auch wesentlich kleiner und schmaler als die Vertreter in Nordamerika oder Sibirien. >Außerdem hast du als Land-Lebewesen wesentlich bessere Chancen einer Konfrontation im Wald zu entgehen als im Wasser oder dich aus dieser zu befreien. > Ein Onkel von mir hat in Canada (Sudbury)eine Rinderfarm. In der Gegend gibt es auch Wölfe in den Wäldern. Die Wälder dort sind aber mit den hiesigen nicht vergleichbar. Zum einen sind das dort ganz andere Dimensionen und dann ist das dort Wildnis und überwiegend völlig unberührte Natur. Da gibt es weder Wanderwege noch Mountainbikestrecken. Die Chance dort einen Wolf zu Gesicht zu bekommen ist verschwinden gering, da die Tiere in der Regel gar nicht aus den Wäldern rauskommen. Mein Onkel sagt mir das es höchstens mal in sehr strengen Wintern dazu kommt das die in der Nähe von Weideflächen oder Stallungen auftauchen. Und wenn das mal vorkommt wird das weitere Vorgehen dort auch nicht erst mit der Tierschutzbehörde diskutiert, sondern die Farmer handeln da pragmatisch. D.h. da sind die Territorien zwischen besiedelten Gebieten und Natur mit Wildtieren recht klar abgegrenzt. Hier bei uns sind die Dimensionen der Wälder im Vergleichbdagegen mickrig und eben auch oft durchzogen von Wanderwegen und Radwegen. D.h. es gibt oft gar nicht diese Rückzugsgebiete damit sich Wildtier und Mensch nicht ins Gehege kommen. Das sieht man ja schon gut daran das TSE offenbar einen gesichtet hat, was ja eigentlich nicht vorkommen dürfte. D.h. es gibt aufgrund der begrenzten Flächen durchaus deutlich mehr Begegnungspotential als in anderen Ländern/Gebieten in denen Wölfe vermehrt vorkommen. Wenn jetzt noch die Themen Nutztiergehege (aka leichte Beute) oder Dinge wie Tolwut dazukommen kann es eben problematisch werden. > >Mal davon ab frage ich mich, warum manche gerade in natürlicher Umgebung so auf Minimal-Risiken bestehen. Da sind wir nämlich einfach nur Fremde/Gäste oder Störenfriede, weil wir uns längst von der Natur entkoppelt haben. >Wenn ich mich hingegen Nachts im Kiez aufhalte und dort aus niederen Motiven auf die Schnauze bekomme, war das halt Lebensrisiko aka Gesetz der Straße. Völlig bizarr. > > >Man muss ein wildes Raubtier natürlich auch nicht romantisieren, aber der Wolf erfüllt einfach eine wichtige ökologische Rolle als Spitzen-Predator. |
|||
| < antworten > | |||