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| Autor: | Mainzelmännchen | ||
| Datum: | 18.02.22 13:31 | ||
| Antwort auf: | Playoffs, Zeigler, Dortmund, NFL von Xtant | ||
> >Um den Kreis zu schließen: So edel Zeiglers An-/Absichten auch sein mögen, es wirkt anno 2022 auf mich eher heuschlerisch. Irgendwie hat Frau Hopfen schon recht: Wenn Playoffs irgendwie helfen, dann führt sie ein. Nein, Frau Hopfen hat nicht Recht. Sie bietet im Kern nur die gleichen "Lösungsansätze" wie FIFA, UEFA und alle Entscheider der Top-Klubs Europas. Dort herrscht die Überzeugung vor, dass alle Probleme des kommerzialisierten Fußballs nur mit noch mehr Kommerz angegangen werden können. - Der Geldhaufen stinkt? Lasst uns einfach noch mehr Geld drauf werfen! - Was bringt mehr Geld? Mehr Spiele! Also lasst uns die Wettbewerbe noch mehr aufblähen und in noch kürzeren Abständen ausspielen! Viele Spiele, viele Abos. Hilft viel! - Was bringt noch mehr Geld? Wir biedern auch unseren vollkommen spannungsbefreiten deutschen Wettbewerb in den reichen Autokratien an! Lasst uns in Saudi-Arabien spielen! Klub-WM in Katar? Bitte alle laut applaudieren! Der europäische Fußball versucht doch krampfhaft, den im letzten Jahr im Kommunikations-Desaster geendeten Vorstoß um die Super League fortzusetzen. Alle brauchen noch mehr Geld. Denn ansonsten würde das System implodieren. Der ganze Bums wird dabei für mehr und mehr Kunden (aka Fans) immer uninteressanter. Offensichtlich misst man dieser Komponente in der Strategie "Wie generieren wir noch mehr Geld" nur wenig Bedeutung zu. Die Alarmsignale sind aber da. Du magst das "romantisch verklärt" nennen, und vielleicht hast Du damit auch Recht. Aber es ist auch mein gutes Recht zu sagen, dass dies nicht mehr der Fußball ist, in den ich mich vor 30 Jahren verliebt habe. Und dass ich meine Wochenenden und alle anderen 5 Tage unter der Woche (denn es läuft immer Fußball, weil viele Spiele ja viel helfen) lieber mit anderen Dingen verbringe als diesem bald bis zur Unkenntlichkeit entstellten Zirkus namens Profi-Fußball. |
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