Thema:
Re:Deutschland als der Schlachthof von Europa flat
Autor: Telemesse
Datum:30.07.20 18:18
Antwort auf:Deutschland als der Schlachthof von Europa von Nostra8

>Ich kann mich an einen Beitrag in NDR Info erinnern, der während der Corona Hochphase bei Tönnies lief. Es ging darum, dass die deutschen Gesetze und die lasche Prüfung dafür gesorgt hat, dass es eigentlich nirgends so billig ist zu schlachten wie in Deutschland. Selbst aus Osteuropa wird Schlachtvieh nach Deutschland gefahren, da es hier billiger ist zu schlachten.
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Ja aber auch nur weil der Schlacht- und Verarbeitungsprozess in Deutschland eben hochindustrialisiert ist, unglaubliche Massen abgearbeitet werden und die Löhne durch die Werksverträge auf niedrigem Bereich rumdümpeln. Würde mich nicht wundern wenn Tönnies & Co. schon neue Schlachtbetriebe direkt hinter der Ponischen Grenze in der Planung haben um den sich jetzt in Deutschland verändernden Rahemnbedingungen zu entkommen.

>Für mich ist das unterm Strich einfach ein weiterer Baustein des IMO miserablen Konsumentenschutzes in Deutschland. Keine Ampel o.ä. verpflichtende Kennzeichnungen auf Lebensmitteln, viel zu wenig Kontrollen in der Gastronomie und fehlende plakative Sichtbarkeit dieser Ergebnisse (ähnlich wie in den USA. A4 großer Zettel an der Eingangstür mit klarer und unmissverständlicher Bewertung), fehlenden Kontrolle von Arbeitsrechten, Mindestlohn, Abrechnungskontrollen etc.
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>Für mich sind das unterm Strich alles Nachteile für Konsumenten/Angestellte. Eigentlich sollte man meinen, die aktuelle Zeit und Situation schreit nach mehr sozialer Gerechtigkeit und Konsumentenfreundlicherer Politik...


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