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| Autor: | Phil Gates | ||
| Datum: | 01.04.22 20:04 | ||
| Antwort auf: | Re:Lauterbach: Impfstoff-Updates verzögern sich von 677220 | ||
>>[https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-aktuell-deutschland-weltweit-lauterbach-impfung-1.5556521] >> >>"Die Entwicklung von Impfstoffen, die an neue Corona-Varianten angepasst sind, verzögere sich seiner Kenntnis nach, sagte Lauterbach. Er rechne im Herbst, womöglich im September, mit den neuen Impfstoffen." > >Was mich irritiert, ist die Formulierung "neue Corona-Varianten". Konkret kann es ja nur um Omnikron gehen, ansonsten gibt es ja keine neuen Varianten, die sich weit verbreiten. Oder wäre es möglich, Mutationen zu prognostizieren und ihnen zuvor zu kommen, quasi ein Impfstoff der gegen etwas schützt, dass es noch gar nicht gibt? > >Ganz allgemein bin ich aber irritiert, dass die Updates auf sich warten lassen. Kann man denn gar nichts am Impfstoff verbessern? Die Entwicklung ging ruckzuck in 2020 und jetzt nichts mehr? Kann mir das auch nicht mit wirtschaftlichen Überlegungen erklären. Das Rezept kann doch fließend umgestellt werden in den Produktionsstätten, der Beschaffungsvertrag gilt dann auch für neue Rezepturen. 1. Das sind keine "Rezepturen". Das sind mRNA-Codierungen. Die Rezeptur ist im Endeffekt dieselbe. 2. So einfach ist es nicht, unser Immunsystem erkennt einen sehr ähnlichen Erreger (oder Impfstoff) gar nicht als neu, sondern denkt sich: den Arsch kenne ich schon, der hat sich nur nen Bart wachsen lassen. Das ist einerseits gut, weil das ein Grund dafür ist, dass die alten Impfstoffe bei Omikron weiter durchaus vor schweren Verläufen schützen, aber auch blöd, weil dadurch keine/kaum Omikron-spezifischen Antikörper gebildet werden. 3. Theoretisch könnte man mit KI sicherlich simulieren, in welche Richtung das Virus mutiert und für die Schublade Impfstoffe entwickeln, aber: Das teure/langwierige an der Sache ist weniger die Sequenzierung einer neuen Variante - das ist je nach Rechenleistung in wenigen Stunden erledigt, und dann dauert es nochmals ein paar Tage, bis man eine angepasste mRNA-Sequenz hat - sondern, dass es bei der EMA bzw. im Gesetz noch keine Möglichkeit gibt, quasi nur die Grundsubstanz zuzulassen und dann innerhalb von 4 Wochen das Update schon auszurollen. So ganz unvernünftig ist das auch nicht, dass man Studien vorlegen muss, es ist durchaus möglich, dass ein angepasster Impfstoff bei bereits geimpften zu einer heftigen Autoimmunreaktion führt (etwa, weil man nicht bedacht hat, dass die angepasste mRNA-Sequenz, die man eingebaut hat, einer körpereigenen Sequenz sehr ähnlich oder gar mit dieser identisch ist und das Immunsystem anfängt, körpereigene Zellen anzugreifen; aus dem Grund hat Biontech in Phase I in letzter Sekunde darauf umgeschwenkt, nicht nur einen Bruchteil des Spike Proteins zu verwenden, sondern die Information des gesamten Spike-Proteins). |
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