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| Autor: | Phil Gates | ||
| Datum: | 15.02.21 17:08 | ||
| Antwort auf: | Re:Freund einer Freundin - interessanter Fall von _bla_ | ||
>>Bei uns juckeln die mobilen Teams bis 21:00 Uhr in den Altenheimen umher. Wenn nun zum Ende der Schicht noch aufgezogene Spritzen da sind, ist es absolut nachvollziehbar, dass das Interesse darin liegt die so schnell wie möglich loszuwerden, statt diese wegzuwerfen. Sollen die Sanitäter, da im Ernst noch Stunden telefonieren, um noch 80 Jährige ranzukriegen?? > >Solange das wirklich so ist, ist es ja okay. Aber bei der Vielzahl der Fälle hat man doch den Eindruck das dort vielleicht absichtlich viel zu viele Spritzen aufgezogen wurden. Der Impfstoff hält bei Kühlschranktemperaturen und noch unverdünnt auch immerhin 5 Tage. Eigentlich können die Impfteams also ziemlich problemlos auch auf unklaren Bedarf reagieren, in dem sie zwar genügend Dosen auftauen, aber nur nach Bedarf verdünnen. Die aufgetauten, aber noch unverdünnten Dosen können sie dann problemlos an den nächsten Tagen verimpfen. Der Ast ist zwar schon paar Tage älter, aber weil es bei HR Info von einem Medizinethiker die Tage erklärt wurde: Die Zulassung lautet ja mittlerweile auf 6 Dosen in einer Flasche Biontech. Tatsächlich sind es zwischen 5 und 7 Dosen, je nach Geschick der involvierten Personen und der tatsächlichen Füllmenge. Es ist also nicht ganz trivial, zuverlässig genau so viele Fläschchen aufzutauen, dass auch nur genau die geimpft werden, die an dem Tag dran sind. Man hat immer einen Puffer, damit man nicht jemanden heimschicken muss, der schon einen Termin hatte. Es ist wohl in der Regel so, dass es Listen mit Telefonnummern von Leuten aus den Rettungsberufen usw. gibt, die man schnell erreichen kann und die dann die Reste bekommen. Es kann aber trotzdem vorkommen, dass die Feuerwehr gerade jemandem aus dem Auto schneiden muss, da sind dann auch zwei, drei Rettungswagen involviert und die örtliche Polizei auch. Also kriegt irgendwer die Sptitze, der entweder gerade da steht - laut dieses Professors durchaus auch mal die Putzfrau oder der Pförtner - und wenn dann immer noch was übrig ist, dann halt auch die Tochter von Heimbewohner X, die gerade zu Besuch ist. Das ist halt auch ein bißchen Lotto. Bevor was weggeschüttet wird, hab ich da überhaupt nichts dagegen. Wenn aber mal systematisch 200 Polizisten geimpft werden, wie berichtet, oder ein Bürgermeister in seinen 30ern, dann hat das natürlich ein Geschmäckle. Ansonsten ist das doch alles ok. Ich nehme auch mal an, dass entgegen der Anweisung von Biontech auch die letzten Tröpfchen aus zwei Ampullen hier und da mal zusammengekippt werden. Wenn das aus einer Charge kommt, ist das vermutlich unkritisch. |
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