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| Autor: | euph | ||
| Datum: | 19.08.20 08:14 | ||
| Antwort auf: | Re:Ebenfalls keine von Gadon | ||
>Nichts. Und alles. Es sind ja nicht nur die Aktivitäten am Urlaubsort, sondern auch die Anreise, Abreise, Kontakte links und rechts. >Der Übergang ist natürlich sehr, sehr fliessend: reise ich im eigenen Auto mit der Familie an einen recht abgelegenen Ort oder bleibe in meinem Ferienhaus bis hin zu Malle-Flieger zum Saufen ist eben alles dabei. Wo zieht man die Grenze? Das ist einfach unheimlich schwer zu sagen. Eben, es gibt icht: DEN Urlaub. Wir waren an der Nordsee. Kleines Kaff in einem Ferienhaus. Wandern auf dem Deich, am dortigen Strand war die Frage eher 5 oder 10 Meter bis zur nächsten Familie und Fahrrad fahren. Auf der Anreise zweimal Rast auf einem Autohof, auf dem auch nicht mehr Leute waren, als hier an einer Tankstelle beim tanken. Wir hatten letztlich also sogar weniger Kontakte als wenn wir hier in den Odenwald zum wandern gegangen oder eine Fahrradtour gemacht hätten. Daher macht es für mich schon einen großen Unterschied, was die Leute machen. Die Eltern eine Schulfreundin unserer Tochter konnten wir im WhatsApp-Status "verfolgen". Flug nach Sizilien, Athen und dann noch auf eine der Inseln mit diversen Sehenswürdigkeiten, Trips und Ausflügen. Das halte ich aktuell auch für maßlos übertrieben und gefährlich. >Ich für meinen Teil habe wenig bis kein Verständnis für Urlaubsreisen in dieser Zeit. Dieser Luxux des jährlichen (oft mehrfachen) Reisens ist etwas, dass hier wirklich super prekär und gefährlich sein kann. Und ja: es ist Luxus. Kein Recht, keine Notwendigkeit und auch keine lebenswichtige Aktivität. Ja, aber nach den Wochen des Home-Office und des Home-Schoolings war eine Woche raus nicht überlebensnotwendig, aber trotzdem extrem gut für die Seele. |
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