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| Autor: | Felix Deutschland (deaktiviert) | ||
| Datum: | 02.05.11 18:40 | ||
| Antwort auf: | Re:Ja, in "besser" von thestraightedge | ||
>>Aber ja doch! Die Papierkarte, dann noch die Papyrusrolle vom Bowlingmann und das dumme Buch über die "First People", das ist teilweise wortwörtlich aus dem gängigen Esoterik-Wortschatz zitiert. > >Es ist so eso, wie Mystery eso ist. Der Unterschied zu Lost ist: hier setzt sich eine Handlung handfest fort, während Lost irgendwann in verschwurbelten Andeutungen versumpft ist. Das ist Lost aber erst vergleichsweise spät passiert. Verschwurbelte Andeutungen gehören zum Smoke&Mirrors-Prinzip, das solcherlei Informationshierarchie nunmal zugrunde liegt: Bei Mystery ist der "Versuchsaufbau", also die "Verschwörung" oder "die Organisation" immer größer als das bewachte Geheimnis, das nach irrsinnig viel Story-Hype fast gar nichts anderes sein KANN als irgendein immens banaler "Artefakt" der sinnbildlich für die Existenz der Welt steht. Insofern ist ein Ineinanderfallen der Spannungskurve bei derartigen Serien, die, wenn sie nicht auf ein klar definiertes Ziel zusteuern ein solches zumindest nie müde werden, zu suggerieren (Solange halt niemand offiziell die Show abgesetzt hat). Der Weg dorthin wird sich aber mit dem üblichen Drama-Baukasten über Wasser gehalten, in Fringe ja auch. Da gibt es Schwangerschaften (Wie in Lost/Alias), Identitäts-Fickereien (Wie in Lost/Alias) und riesige, ominöse Macguffins (Ich wiederhole mich). Spaßig sind die Abweichungen und Experimente, die ja auch Lost gewagt hat. Das eine Schwangerschaft bspw. für alle sichtbar "gerusht" wird und das alles noch eine erzählerische Begründung besitzt (Walternate will so schnell wie möglich wenigstens an die Hälfte von Peters Chromosomen kommen). Esoterik und Religion in Abrams Serien ist allerdings ein schwieriges Thema. Da waren seine Serien von ambivalent, schizophren bis naivreligiös quasi alles. > >>Nee, es hat weder Substanz noch einen roten Faden (Ich wiederhole jetzt nicht zum xten mal die Inkonsistenzen zur ersten Staffel), aber das brauchts ehrlich gesagt auch nicht. Wenn man den Plot wie in diesem "Wallace und Gromit"-Film sich "während der Zugfahrt" hinlegt, kann es ja immer noch unterhaltsam sein. Einen großen Masterplan haben die nicht. Und die "Substanz" muss man mir auch mal näher erläutern. Da geht es um die üblichen JJ-Abrams-Eltern-Kind-Konflikte, die allesamt mit biblischen Schicksalen einhergehen und darauf hinauslaufen das eine Gruppe quasi von Gott himself (bzw. Schicksal) ausgewählten Personen so zueinanderfinden, dass sie quasi das Ensemble einer regelmäßigen TV-Serie abgeben könnten. > >Diesen Absatz halte ich für durchgehend falsch / Quatsch. Wieso? Gegenbeispiele höre ich gern. Was meinst du mit "Substanz"? Die Beziehungen der Figuren untereinander? Die sind folgerichtig und so einer Serie zur heutigen Zeit angemessen, aber (und ich mag es normalerweise nicht, wie Leute auf dem angeblichen "Schwergewicht auf den Figuren" von Lost rumreiten) das ist mit Lost schon wieder nicht zu vergleichen, einer Ensembleserie mit gewaltiger Urkatastrophe, die riesige, volatile Schicksalsgemeinschaften an den Tag förderten und allein die Masse dafür gesorgt hatte, das man in dem Bereich von "Substanz" sprechen könnte. Edit: Achso, ich glaub du meinst das was ich zum "roten Faden" schreibe. Ich bin der festen Überzeugung, das am Anfang nur feststand, das zB Peter und Walter und Walter und Olivia ein dunkles Geheimnis teilen. Ich bin mir definitiv sicher, dass Earth 2 in Staffel 1 noch nicht ausgedacht war. Es gibt vielmehr Indizien für das Gegenteil. Ich glaube, das mit den Dimensionen wurde On The Fly geplottet, wo man schonmal die Warptore hatte (Die zuerst nur Punkte auf einer, unserer Erde verbanden). Am Anfang wurde gesagt "The Pattern, alles hängt mit allem zusammen", aber nie durch mehr begründet als das tatsächlich überall irgendwelche Critter auftauchten. Das spricht alles für früh angelegte Sollbruchstellen, aber nicht für einen Riesenplot. Den gab es auch bei Lost nicht. Und jetzt stellt euch nicht so naiv, als wäre das noch nie vorgekommen, das Leute aus der Unterhaltungsbranche ihren eigenen Verdienst risikofrei über den grünen Klee loben mit zurhilfenahme ihrer blühenden Fantasie. "Haben sie die Story von Lost schon von Anfang an im Kopf gehabt? Dann müssten sie ja ein Genie sein!" "Öööhm... ja. Ja, definitiv. Wusste ich alles schon. Yay me!" > >>Es ist zugegebenermaßen kein schwer zu erringender Titel, aber das ändert nichts an der Richtigkeit deiner Aussage. > >Warum nicht? Es gab eine Menge Mystery seit Akte X, auch vieles mit Potential. Nichts wirklich gutes. Akte X hat sozusagen verbrannte Erde im ganzen Subgenre hinterlassen. |
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