Thema:
Re:Wow, Horizon performt ja mal richtig mies flat
Autor: KO
Datum:26.02.23 23:21
Antwort auf:Re:Wow, Horizon performt ja mal richtig mies von JPS

>>VR ist einfach nicht gut geeignet für komplexe langwierige Open World Spiele. VR Spiele müssen kurz, intensiv und knackig sein, wie ein guter Action Film.
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>Warum? In vielen beliebten VR-Spielen kann man Stunden am Stück verbringen. Das Headset ist leicht und bequem genug um damit längere Zeit zu spielen. Selbst die deutlich schwerere Quest 2 habe ich öfter 3-4 Stunden am Stück genutzt. Spielen bis der Controller leer ist, sollte mit der PSVR2 durchaus problemlos machbar sein, ohne dass es unangenehm wird.


Evtl. habe ich mich falsch ausgedrückt. Es ging mir dabei auch um die langen Laufwege die man bei großen Open World Spielen oft hat was in VR einfach nicht so gut klappt.

Teleportieren ist mühsam und per Stick laufen verursacht bei vielen Motionsickness wenns zuviel wird und insbesonder wenn man auf und abläuft. Man kann eine Vignette einblenden, aber das ist bei vielen auch nicht sonderlich beliebt

In einem guten VR Spiel wie z.B. Half Life Alyx oder RE 7 sind die Laufwege kurz und man kommt relativ schnell von einem Ort zum nächsten wo etwas passiert. Und bei Call of the Mountain ist es eben auch so.

>>Ich habe keine Ahnung an wann die "Unsitte" aufkam das jedes Spiel zwingend 120 Stunden Gameplay haben muß und im Zweifelsfall künstlich in die Länge gezogen. Egal mit wieviel langweiligem Füll Material man das Ding "polstern" muß  damit es diese Spielzeit erreicht.
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>Das Problem ist nicht die Spielzeit, sondern dass das Spiel im Endeffekt neben der Grafik und dem VR/Controller-Demo-Aspekt fast nur aus ermüdendem Klettern und Arena-Kämpfen besteht.


Ja ok, wenn man das Klettern an sich ermüdend findet wird man auch keinen Spaß daran haben. Mir dagegen macht das Klettern schon Spaß, ich finde es auch nicht ermüdend.

Man kann übrigens auch sehr schnell klettern. Man muß gar nicht lange überlegen wo man hingreift.

Mit etwas Übung und schnellem Button Gehämmere kann man sich an einer Wand hochhangel wie Spiderman weil die Hände eh automatisch die nächste Greifstelle bei Tastendruck finden :)

>>>Erinnert mich an die früheren Star Wars Titel auf Oculus, die auch grafisch ganz nett, aber sehr kurz und spielerisch flach waren.
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>>Ach, auch die waren spielerisch an sich perfekt für VR. Spannend, kurzweilig, linear und Actionreich.
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>Für mich war da nichts spannend und kurzweilig war auch nur die Grafik und das Setting und nicht das Gameplay.


Ich will jetzt nicht zu sehr loben. An ein Star Wars Battlefront 2 kommts vom Gameplay sicher nicht ran. Aber für einen Oculus Quest 1(!) VR Titel mit den Limitationen die man dort hat wars für mich absolut ok.

Auf dem PC, wo man wußte das technisch viel mehr geht wirkte es sicher weniger beeindruckend.

>>Man kann generell sagen. Wer so gar nicht auf kurzweilige actionreiche Spiele steht sondern primär nur Gefallen an 100 Stunden Open World "Monstrositäten" findet sollte von VR lieber Abstand halten.
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>Nein, kann man nicht sagen. Viele der VR-Tophits können einen Stunden beschäftigen. Aber wie gesagt, geht es mir nicht um die Spielzeit, sondern um das seichte Gameplay - Horizon lebt rein von der Grafik und dem Production Value - ohne diese Faktoren würde das keiner spielen wollen - und damit geht es für mich eher in Richtung "VR-Experience" statt ein vollwertiges Spiel zu sein.


Es ist wohl einfach Definition Sache ab wann etwas ein "vollwertiges" Spiel ist und ab wann eine Experience.

Ist Raiden IV eine Experience? Beat Saber? Synth Riders?

>>Ich konnte mit Elden Ring nicht viel anfangen
>
>Noch mehr Beweise braucht es wohl nicht für schlechten Geschmack. ;)


Vielleicht habe ich den in diesem Fall ;)

Ist mir immer noch ein Rätsel warum die Masse auf dieses Spiel mit seinem absurden Schwierigkeitsgrad dermaßen abfährt. Ich meine mit 99% der Meta Critic Wertungen stimme ich ja überein. Aber hier, ich verstehe es nicht. Aber egal, das ist wieder ein ganz anderes Thema.

Muß From Software auch nicht jucken was ich denke. Es ist ja erfolgreich so wie es ist :)

>>Wenn diese dafür umso abwechslungsreicher sind.
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>Sehe halt nicht, dass dieses Herumklettern abwechslungsreich ist. IMO ermüdet das reine Gameplay trotz kurzer Spielzeit schon vor dem Durchspielen.


Ich glaube wir können uns am Ende darauf einigen das wenn einem Klettern in VR keinen Spaß hat sollte man um Call of the Mountain einen Bogen machen da es in der Tat zu 90% eben ein Kletterspiel ist.

Gibt übrigens auch Spiele wie "The Climb" wo es nur(!) ums Klettern geht, das ist auch sehr erfolgreich.

>>Die 2D Variante würde auch einfach nicht in VR funktionieren.
>>
>>Fallout VR ist ein perfektes Beispiel warum man solche komplexen Spiele lieber nicht einfach 1:1 nach VR konvertiert :)
>
>Doch, mit entsprechenden Anpassungen bei der Steuerung, wie RE4/7/8, GT7, No Man's Sky und diverse Mods am PC zeigen


Ich denke Resident Evil 7 wurde schon mit VR im Hinterkopf entwickelt. Rennspiele sind an sich perfekt für VR, wenn man es hinbekommt die Motion Sickness Probleme zu verhindern.

No Man's Sky ist für mich eher ein Beispiel wieso Open World nicht so wirklich gut in VR klappt.

Ich behaupte mal dieses Spiel wird kaum jemand länger in VR zocken. Man wird hier eher mal kurz in VR reinswitchen, ein wenig auf einem Planeten rumlaufen, etwas rumfliegen. Alles in VR bewundern, dann wechselt man für den Großteil der Dinge die man dort tun muß um weiterzukommen doch eher wieder auf den TV.

Wobei ein Kern Problem von VR ist. Man kann nebenbei nichts trinken und essen ist eben auch schwierig.

Aber solche langwierigen Spiele zockt man eben tendeniell lieber zurück gelehnt bequem auf dem Sofa, neben sich sein Getränk. Vielleicht will man kurz aufstehen und aus dem Fenster sehen. Oder sonst jemand will was von einem.

Oder kurz mal auf dem daneben liegenden Smartphone oder IPad nachsehen wer gerade auf das aktuelle Katzenvideo geantwortet hat usw.

>>Horizon - Call of the Moutain ist an sich das perfekte Einstieger VR Spiel.
>
>Genau das ist mein Problem mit dem Spiel. Ich brauche kein Einsteiger-Spiel, das mich an VR und dessen Möglichkeiten heranführt, sondern erwarte für 70 Euro ein Spiel, das über diesen "Demo"-Aspekt hinausgeht.


Kann man so sehen wenn man denn will. Finde Call of the Mountain trotzdem gut wie es ist als ein Art netten Zusatz DLC zu Forbidden West. Man kann sicher darüber streiten ob einem 9-11 Stunden Spielzeit reichen 70€ auszugeben. Aber das kann man eh immer.

Für mich dürfen es natürlich auch gerne noch mehr komplexere VR Spiele werden. Am besten welche die sich als Vorbild Half Life Alyx nehmen, das hat für mich den perfekten "Flow" für ein VR Spiel.

Kurze Abschnitte die man in ein paar Stunden beenden kann. Kein langwieriges Herumgesuche und Herumgelaufe in der Welt.


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