Thema:
Re:Was für ein unglaublicher Mindfuck Träume manchmal si flat
Autor: magus
Datum:08.01.22 16:45
Antwort auf:Re:Was für ein unglaublicher Mindfuck Träume manchmal si von Cerberus

>>Ich hab' letzte Nacht vom Insta-Profil einer Frau geträumt, die mir vor vielen Jahren mal 'ne Menge bedeutet hat. Da waren Bilder drin von ihr an Orten, an denen wir gemeinsam Zeit verbrachten. Erinnerungen an völlig absurde Details kamen hoch, bspw. trug sie auf einem Bild Sandalen, denen links eine Lasche fehlte, und ich musste kurz kichern, weil ich damals dabei war, als diese von ihrem Hund zerbissen wurde. Dann waren da kurze Video-Clips von ihr, und ich dachte, krass, die lacht ja immer noch so schief. Und schön. Und dieses Lachen allein weckte dann auch wieder so viele wohlige Erinnerungen an eine supergute Zeit, und ich hab' mich gefragt, warum das mit uns eigentlich in die Binsen gegangen ist.
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>>Nach'm Aufwachen dachte ich dann instant: Ich meld' mich jetzt mal wieder bei ihr, der Traum war zu cool, das will ich sie wissen lassen. Nehm so mein Handy und scroll schlaftrunken durch meine Kontakte...und scroll...und scroll, und merke dann: Shit, wie hieß die nochmal? Gibt's doch gar nicht, ich bin doch kein Opa! Und dann sackert so tröpfchenweise die Besinnung rein und mir wird echt flau im Magen: Diese Person hat nie existiert, keines der Traum-Details, die ich JETZT GRAD immer noch komplett plastisch vor Augen habe, hat jemals in dieser Form existiert. Das ist so unglaublich creepy, wie so eine Parallel-Existenz, die man im Traum kurz besuchen durfte. So superkurze Parallel-Existenz-Gedanken an Dinge oder Personen habe ich beim (Ein)Pennen zwar öfter mal für klitzekleine Momente, aber derart ausgeprägt und intensiv, wowz0r, das war neu.
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>War ihr Lieblingsgericht Nudeln mit tüpfchenweise Tomatenmark?
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>Die schlimmere Variante sind solche realistischen Träume mit bereits verstorbenen Personen, die einen sehr nahe gestanden haben.


Ich hatte echt coole mit meinem verstorbenem Vater. Ich hab mit ihm einen gekifft und wir haben uns tot gelacht. Ich bin vor lachen wach geworden, weil ich nicht nur im Traum sondern in der realität nicht mehr aufhören konnte zu lachen. Das war echt super, weil es im echten Leben nie dazu gekommen ist, dass wir uns so lange und gut unterhalten haben. War für mich ein wichtiger Beitrag zur Trauerbewältigung.

Klar war ich dann traurig, dass es nur ein Traum war, aber es war echt ein verdammt schöner Traum.


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