Thema:
Re:„Why we are leaving the NPD" oder was? flat
Autor: token
Datum:25.11.21 10:12
Antwort auf:Re:„Why we are leaving the NPD" oder was? von thestraightedge

>>Ich persönlich war durchaus empört über das was die Rechte da drüben so abzieht, aber als ein gewisser abgewählter Regierungsvertreter ein Märchen von einem Wahlbetrug inszenierte, seine Sprachrohre dieses Game mitmachten, und ein Mob folgerichtig ein Regierungsgebäude stürmte, und Sprachrohre weiter am Narrativ festhielten und den Vorfall bspw. zu einer false flag umdichteten und auch Regierungsvertreter sich sehr schwer damit taten da mal Klartext zu sprechen obwohl auch sie selbst gerade aus einem Bunker kamen, war ich nicht mehr empört sondern schockiert.
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>Das kann ich nachvollziehen. Und dennoch war es die logische Konsequenz aus den Monaten und Jahren davor. Die Zuspitzung kam nicht überraschend, und steht eigentlich auch nur in einer langen Reihe an Aufwiegelung, scharf machen, Denunzierung und Lügen. Lediglich die Konsequenzen waren plakativer.
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Das sehe ich nicht so.
Nehmen wir mal das Nachkriegsdeutschland.
Beinharter Populismus war auch da nie wirklich weg. Allein mit Springer haben wir einen ganzen Katalog an schlimmer Scheiße der sich über die Dekaden zieht.
Dennoch bleibt man hinter dieser Grenze die den Unterschied zwischen Populismus und Propaganda nach Vorbild des dritten Reiches markiert.

Ich sehe es nicht als zwingende und folgerichtige Konsequenz dass aus Populismus diese Art von Propaganda erwachsen muss die es unmöglich macht sich noch miteinander zu arrangieren und damit einer Gesellschaft ein Endgame von zwei Fronten aufbürdet.

>Man könnte auch sagen: das ist jahrelang vorbereitet worden. Es gab keinen Bruch bei Fox, der auf einmal für überscharfe Berichte gesorgt hat. Es war eher der stete Tropfen, der diesen Stein gehölt hat.
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Ich denke nicht dass da was vorbereitet wurde. Was war denn da neu?
Eher finde ich dass da eine Entwicklung angestoßen wurde die aufgrund ihres Erfolgs außer Kontrolle geraten ist und alle mitgerissen hat. Die Profiteure dieses Erfolgs wurden so auch zu dessen Geisel. Ein recht klassisches Drama.

>Und deshalb ist so eine Distanzierung eher der Schrei nach Aufmerksamkeit bzw. nach "seht her und gebt uns einen neuen Job".

Ich finde, es gibt einfach Erkenntnisse, die müssen von Innen heraus kommen. Die kannst du nicht von Außen herantragen. Und diese entwertend in die Zange zu nehmen begreife ich entsprechend als Bärendienst.


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