Thema:
Sehen wir es mal locker flat
Autor: fianna
Datum:03.11.21 22:38
Antwort auf:Gendern... von TOM

Es gibt ja schon ne sinnvolle Idee hinter dem Ganzen. Die Ausführung ist mehr als doof, kompliziert und es gibt auch überhaupt gar keinen Standard.

Aber hier sind doch eh alle ALT n/t.
In meinem Umfeld (IT/Softwareentwicklung) sind auch meist die Kunden/Projektleiter älter. Niemand regt sich da wirklich auf, wenn man nicht gendert.
Falls sich mal jemand beschwert: Sorry, bin da noch nicht so drin. Bisher aber nie passiert.

Löst sich ja auch über die Zeit, wenn da ein Standard gefunden wird und die alten wegsterben. Also gar nicht so krass schlimm.

Jedenfalls gibt es da in der Praxis noch viele Probleme, weils halt keine Standard gibt. Aktuell habe ich so eine DB wo "StudentIn" drin steht. Das Webformular was Anträge reinsendet, spricht aber von "Studienrende/r". Gut mir ist das Wurst, ich kann den Key anpassen, Übersetzung wird dann irgendwie passen.

Bei der Anrede wird es dann aber schon komplizierter. Hab z.B. gerade ca 5k Datensätze die halt da "Herr/Frau" stehen haben. "divers" kann ich ergänzen, kein Ding. Aber da hängen dann auch noch 30+ Vorlagen dran, die daraus halt "Sehr geehrte/r Herr Titel Nachname" machen. Gibt es da aktuell ne etablierte Anredeform?

Irgendwie gibt es da hundert verschiedene Ansätze. Aber keiner scheint sich so wirklich in eine Regel pressen zu lassen.

Persönlich find ich auch dieses Partizip selbstsam. Z.b. Studierende. "Ein Studierender wurde brutal von einem SUV überfahren" Dann ist der eben kein studierender mehr. In der Software gehts auch nicht darum ob jemand studiert, sondern nur ob jemand immatrikuliert ist. In diesem Kontext müsste man von Immatrikulierte/r sprechen. In nem anderen Kontext könnte man auch wieder Studierende nutzen.
Ist ja auch nicht übertragbar. Schülernde wäre kein dt. Wort. "Lernende" hey wir alle müssen ständig dazulernen.  Bei Schülern, kann man eigentlich nur Schüler- und Schülerinnen sagen.

Wobei da noch das dritte Geschlecht fehlen würde ...

Schülys nach Phettberg fänd ich daher gut. Auf jedenfall muss man sich da mal ne einheitliche Lösung überlegen. Mir ists eher egal wie die genau aussehen soll.
Aber bitte ne Lösung die auf ner einfachen Regel basiert und nicht für jedes Wort unterschiedlich ist.


< antworten >