Thema:
Re:Ungerechtfertigte Nachzahlung? flat
Autor: Telemesse
Datum:25.05.21 20:41
Antwort auf:Ungerechtfertigte Nachzahlung? von publicmaw

>Wir sind Mitte Oktober in eine neue Wohnung gezogen, die wohl vorher ein paar Monate leer stand. Von Beginn an hatten wir das Problem, dass die Heizkörper nicht warm wurden und sehr laut waren (klackern, blubbern). Mehrmaliges Entlüften hatte nichts gebracht, deshalb wandten wir uns an die Hausverwaltung. Die Nachbarn hatten ähnliche Probleme.
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>Im Januar dann schickte die Hausverwaltung endlich einen Handwerker; es war wohl ein Problem am Kessel. Auch danach hat noch es etwas gedauert, bis die Heizkörper wirklich zuverlässig warm wurden.
>Ende Januar wurden dann die Zähler an den Heizkörpern abgelesen. Nun haben wir die anteilige Betriebskostenabrechnung bekommen und sollen für die zweieinhalb Monate in 2020 ganze 180 Euro nachzahlen, wobei der größte Posten hier die Heizung ist. Da bin ich doch etwas verdutzt und habe das Gefühl, dass das nicht in Ordnung ist.
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>Bei der Hausverwaltung habe ich mich deswegen noch nicht gemeldet. Leider habe ich keine Temperatur-Messungen o.ä.… Was tun bzw. wie argumentieren?
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>Danke!


Unabhängig von den Heizungsproblemen. Wenn ihr in 2020 nur 2,5 Wintermonate Nebenkosten vorraus gezahlt habt ist eine Heizungsnachzahlung auch in dieser Höhe nicht ungewöhnlich.
Denn: Vorausgezahlt wir monatlich eine Jahresdurchschnittspauschale. Der Heizungsverbrauch im Sommer ist aber fast Null, im Winter dagegen sehr hoch. D.h. in Sommermonaten zahlst du viel mehr voraus als du verbrauchst, im Winter dagegen viel weniger als du tatsächlich verbrauchst. Im Jahresdurchschnitt gleicht sich das dann aus. Da du eben nur Wintermonate in der Abrechnung hast ist eine Nachzahlung zu erwarten.


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