Thema:
Dissection - Leider geil flat
Autor: D@niel
Datum:19.02.21 12:58
Antwort auf:Black Metal im Wandel der Zeit [Musik, for sure] von thestraightedge

Ich war über Covers von "Where Dead Angels Lie" und "Somberlain" auf Dissection aufmerksam geworden. Musikalisch ist das ziemlich mein Ding, obwohl ich nicht explizit auf Black Metal stehe (ja ich weiß, Dissection sind auch eher ein Genre-Mix und in der Spätphase auch gar kein Black Metal mehr).

Was aber die Person Jon Nödtveidt angeht, alter Schwede (in wahrsten Sinne des Wortes). Sein musikalisches Talent steht außer Frage, die Bühnenpräsenz von ihm ist großartig, speziell bei späteren Live-Aufnahmen. Aber seine Taten und Ansichten lehne ich nicht nur ab, sondern die bleiben mir ein völliges Rätsel. Neben dem begangenen Mord, für den er lange in der hast gebüßt hat, kommt ja noch seine satanistische Radikalisierung im Gefängnis hinzu. Und im Falle Dissection lässt sich das auch nicht einfach von der Musik trennen, da er die Band nach seiner Haft ausdrücklich als "sonic propaganda unit of the MLO" ausgerichtet hat. Da spielten dann Leute wie Set Teitan mit, dafür zuletzt durch wiederholte Hitlergrüße auf Bildern und Konzerten von Watain auffielen.

Es bleibt für mich also ein "guilty pleasure", Dissection zu hören. Wobei das natürlich für nicht unerhebliche Teile des skandinavischen Black Metal gilt. Varg Vikernes, Euronymous, Faust, Ghaal - alles sehr schwierige Persönlichkeiten.

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