Thema:
Re:Käufer gefunden, Vertrag prüfen lassen? flat
Autor: Phil Gates
Datum:15.05.19 12:26
Antwort auf:Re:Käufer gefunden, Vertrag prüfen lassen? von Adema

>>Es herrscht ja immer noch Vertragsfreiheit. Die Notare setzen in der Regel den Kaufvertrag auf, aber nach den Vorgaben, die Verkäufer und Käufer machen, sprich, auf was die sich geeinigt haben. Zahlungsziel, mitverkaufstes Zubehör (Einbauküche, Möbel...), Gewährleistung, Zusicherungen hinsichtlich bestimmter Eigenschaften (Heizung 2017 gemacht, erfüllt die Norm XY) können frei vereinbart werden. Es lohnt sich daher, den Vertrag auch selbst nochmals zu lesen. Das ist keine Rocket Science und im Notfall kann man auch mal 200-300 Euro für einen Anwalt investieren, der sich mit Immobilienrecht auskennt. Mehr als ne Stunde braucht der dafür auch nicht, wenn man jetzt nicht gerade eine Gewerbeimmobilie in Frankfurt kauft oder veräußert.
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>Ok, also nehm ich den Vertrag meiner Schwester, geh zu nem Anwalt für Immobilienrecht, der checkt den für 200-300€, nach der Prüfung leite ich den an unseren Käufer weiter, der Käufer an den Notar, den er sich für den Kauf ausgesucht hat. Richtig, falsch, oder gibts Ergänzungen?


So kannst Du das grundsätzlich machen. Aber der Notar verlangt sowieso einen Festpreis in Abhängigkeit vom Kaufpreis, die Gebühren sind vorgeschrieben. Das heißt, Du sparst nichts dadurch, dass Du mit einem ausformulierten Vertrag ankommst. Du kannst also auch den Notar einen Vertrag aufsetzen lassen und dann vom Anwalt Deines Vertrauens gegenchecken lassen. Unter uns, das sind sowieso Standardformulare von Beck Online. Da wird dann halt an den Stellschrauben, wo Privatleute, die ein Einfamilienhaus verkaufen, üblicherweise Spezialregelungen treffen, noch ein wenig was ergänzt, aber 90% des Vertrages sind Formular.


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