Thema:
Der E-Scooter Skandal flat
Autor: Corben Dallas
Datum:08.02.19 13:54

Ich liebäugle ja schon eine Weile mit dem Kauf eines E-Scooters. Wir haben bewusst auf einen Zweitwagen verzichtet und so muss ich ab und an auf das Rad steigen, um von A nach B zu gelangen. Mein Problem: Ich HASSE Rad fahren fast so sehr wie ich joggen hasse. Ich wandere gerne den ganzen Tag und besteige jeden Berg, aber mit Rad fahren oder joggen kannst du mich jagen. Da ist jeder Meter eine unsägliche, nie enden wollende, Qual.

Ein Elektrorad ist für die paar Meter, die ich damit im Jahr fahren muss viel zu teuer. Insofern wäre ein E-Scooter für mich perfekt, wenn‘s denn mal schnell gehen muss und gehen zu lange dauern würde. Klein, schnell, unanstrengend und nicht teuer soll‘s sein. Den M365 von Xioami gibts in Deutschland mittlerweile schon für um die 360 Euro. Ab April soll das fahren mit E-Scootern ja offiziell erlaubt sein. Könnte man meinen. Nur leider mischt offensichtlich die Automobil-Lobby wieder kräftig mit und so ist geplant, dass eine Zulassung, eine Versicherung und ein Führerschein Pflicht ist. Weiterhin soll die Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h begrenzt sein. So bleibt der günstige China-Roller im öffentlichen Straßenverkehr weiterhin illegal.

Natürlich bietet BMW pünktlich zum Start der neuen Verordnung einen passenden Roller an. Für 2.400 Euro. Ja leck mich. Da soll um‘s verrecken verhindert werden, dass eine gute und ernsthafte Alternative zum Auto für die letzten Meter zum Arbeitsplatz geschaffen wird. Warum werden die Roller nicht analog zu den EBikes eingeordnet? Warum funktioniert das in so gut wie jedem anderen Land in der EU ohne die geringsten Probleme? Sogar in Österreich!

Das musste mal raus. So.

Corben


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