Thema:
Re:Solidaritätszuschlag fürs Gewerbe flat
Autor: Jammin
Datum:20.12.20 13:20
Antwort auf:Re:Solidaritätszuschlag fürs Gewerbe von ChRoM


>Sorry for stating the obvious, aber Mehrwertsteuer zahlt ja nicht der Betrieb, sondern der Konsument. Ergo ist das auch kein "In die Pflicht nehmen der Profiteure", sondern einfach nur eine zusätzliche Steuerbelastung für die Massen.

Hmm.. Niedrigere MwSt. für stationär = Chance auf niedrigere Preise im stationären Handel = wettbewerbsvorteil für stationär? Oder halt mehr Marge bei identischen Preisen?


>Ich halte es auch nicht für vernünftig regelbar, ein und dasselbe Produkt je nach Verkaufskanal mit unterschiedlicher Mwst zu belegen. D.h. Du hättest einen unterschiedlichen Steuersatz, je nachdem ob Du bei Mediamarkt im Laden kaufst oder online bestellst. Das ist doch nicht argumentierbar.

Ich weiss, dass das nicht einfach und final durchdacht ist.

Aber du hast doch auch unterschiedliche MwSt-Sätze bei Restaurants und take-away bzw. Bringdiensten, oder irre ich mich? Warum sind Nudeln-to-go steuerbegünstigt, das Essen im Restaurant aber trägt den vollen Steuersatz? Wie argumentiert sich das bei nem china-imbiss oder Döner-Laden mit nem Hocker am Fenster?

Ich kann aber nachvollziehen, warum man das auf die Versand-Komponente bezieht.. Online klappt nicht ohne Versand.

>Welcher Steuersatz gilt bei Onlinebestellung und Ladenabholung? Und willst Du wirklich kleine Versender (all die Läden die auf Geizhals gelistet sind) mit einer höheren MWst belegen, damit die Leute lieber zum lokalen Mediamakt laufen?

Ist schwierig, geb ich dir recht. Aber man könnte sich überlegen, ob die Abholung bei mediamarkt nicht grundsätzlich dazu führt, daß man in den Innenstädten aus der "Bewegung aus dem Haus raus"  eine Belebung erfährt und windfall profits für andere Geschäfte generiert.


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