Thema:
Freiwillige Beschränkungen werden größtenteils befolgt flat
Autor: Matze
Datum:22.03.20 10:17
Antwort auf:Ausgangsperren in Italien, Deutschland und sonst wo von Headhunter

Vermelden diverse Medien, u.a. auch Bild. Die wenigen, die sich nicht wie erbeten verhalten haben, zeigten sich auf Ansprache fast alle einsichtig.

Da Kanzleramtsminister Braun ja den Samstag als Tag der Beobachtung ausgerufen hat und das Verhalten offensichtlich vorbildlich war, dürfte die Ausgangssperre damit ja vom Tisch sein. Ich erwarte von der heutigen Telefonkonferenz allenfalls eine Vereinheitlichung der (mittlerweile fast überall) bestehenden Versammlungsverbote im öffentlichen Raum, denn dass manche Städte bis zu fünf und die Nachbarstadt nur zwei erlauben, ist nicht besonders sinnvoll.

Hinzu kommt, dass die bisherigen Maßnahmen offensichtlich anfangen zu greifen und sich die Ausbreitung in Deutschland bereits verlangsamt (Do. -> Fr.: 4500 neue Fälle, einen Tag später nur noch knapp 2000, Quelle [https://www.spiegel.de/gesundheit/coronavirus-mehr-als-20-000-infizierte-in-deutschland-ausbreitung-verlangsamt-sich-a-9cbcdd78-0a27-4ddc-a2c9-7bc4a393234c]).

Was passiert, wenn man den Hardlinern ihren Willen lässt, kann man übrigens gerade in Spanien beobachten: Dort fordern 69 Hanseln bereits noch stärkere Einschränkungen und wollen den meisten sogar den Weg zur Arbeit verbieten. Diesen Vögeln ist es nie genug, wenn sie einmal Morgenluft wittern; daher gilt es, diese Einschränkungen der Grundrechte auf das absolut notwendige Minimum zu begrenzen und allen unnötigen Forderungen nach Ausweitung eine klare und deutliche Absage zu erteilen.

PS: Danke an die, die unten vernünftig geantwortet haben. Den anderen, die Beleidigungen gewählt haben, fehlte wohl die Empathie, um jemanden im psychischen Ausnahmezustand zu erkennen. Ängste sind nun mal nicht immer rational. Mir macht z.B. ein Zahnarztbesuch überhaupt nichts aus und manche haben wochenlang Panik und zahlen einen Haufen Geld, weil sie jeden Eingriff nur in Vollnarkose ertragen. Dafür wäre ich lieber tot als auch nur einen einzigen Tag eingesperrt zu sein.


< antworten >