Thema:
Erstmal die jetzigen Mittel ausschöpfen flat
Autor: tak
Datum:19.03.20 19:35
Antwort auf:deine Mudda kriegt ne Ausgangssperre von Matze

Anekdotisch -
Ich war heute dummerweise im zwei Minuten entfernten Minisupermarkt - zwei schmale Gänge, kaum Platz im Kassenbereich. Der Laden war übrigens, bis auf Klopapier, voll.
Einerseits war das Publikum dort ziemlich bad ass, als direkt hinter mir ein Omchen anstellte, war ich recht baff. Ich war auch der einzige, der versuchte Leuten auszuweichen.

Andererseits so einem Laden dürften maximal 3-4 Leute gleichzeitig drin sein. Und das hängt null mit einer Ausgangssperre zusammen. Mal schauen was deren Zentrale mir antwortet :)
Kassierer trugen zwar Gummihandschuhe, aber Mundschutz ist in Deutschland wohl immer noch unsexy.

Man kann die jetzigen Abläufe verbessern, Ausnahmen prüfen - die beliebten Friseure sind sicher nicht die einzigen. Eisladen am Marktplatz mit dutzend Bänken davor - die Versuchung ist zu groß, schließen.
Menschen sensibilisieren?! Warum kam Merkels Rede nicht auf allen Radio- und Fernsehsendern gleichzeitig? Bei Spotify hat UK im EU-Ausland lebende Briten über Brexit informiert, da kann die Bundesregierung auch paar Spots kaufen. Ich schaue nicht fern - gibts dementsprechende Fernsehwerbung?!
Nach den Überschwemmungen wurden hier in der Gegend Sirenen/Sprachdurchsagen-Systeme wieder aufgebaut, perfekte Gelegenheit sie mal wieder zu testen.

Ein ganzes Volk einsperren - es sei denn sie gehen zu ihrer wichtigen Arbeit in meiner hypothetischen, systemrelevanten Türknauffabrik, ist schon ziemlich bad ass. Und man gewöhnt sich schnell in den Krisen nach der starken Hand zu rufen, fürchte ich. Bei nächsten mal ist es ein Terroranschlag oder k. A. G8-Gipfel Krawalle oder eine PEGIDA-Demo. Fakenews-Verbreiter standrechtlich erschießen, geht vielleicht auch zu weit.

Mit einer streng begrenzten Ausgangssperre - "Jetzt ist Kacke am Dampfen, 7 Tage und dann ist sie garantiert, Ehrenwort, vorbei.", könnte ich vielleicht auch noch gerade so warm werden.


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