Thema:
Re:Tierquäler lieben diesen Drecksfilm flat
Autor: token
Datum:18.09.23 08:45
Antwort auf:Tierquäler lieben diesen Drecksfilm von asia1

>Nach der Sache mit der Katze frag ich mich, was für kranke Arschlöcher diesen Film produziert haben. Was stimmt nicht mit den Norwegern?

Mit denen ist alles in Ordnung. Der Krempel soll ja auch keinen Spaß machen sondern ins Mark gehen, dabei ist das was dich gekriegt hat tatsächlich noch das Vorspiel und der Aufbau ganz anderer Abgründe.

Schon der Titel des Films macht ja wenig subtil klar worum es gehen soll.
Eine unbequeme Wahrheit ist halt, dass das Wesen Kind, was wir gemeinhin als unschuldig und rein titulieren, kein vom Himmel gesandter Samen ist der mit der Zeit verroht, sondern oftmals das Gegenteil der Fall ist.

Gerade Kinder sind zu außerordentlichen Grausamkeiten im Stande, eben weil sie diese oftmals nur unzureichend reflektieren können. Wer kann sich denn bitte davon frei machen in seinen Erkundungen nicht zumindest an Insekten ausprobiert zu haben und das fasziniert zu beobachten was da passiert, ohne dabei irgendeine Form von angemessener Schuld zu empfinden. Nie eine Ameisenstraße sabotiert? Einen Regenwurm zerteilt? Eine verreckende Wespe zertreten? Die Zuckerflasche zugedreht und dann geschüttelt?

Dabei kann es bleiben, muss es aber nicht. Und wenn sowas bis zum Säugetier geht, dann ist die Freigängerkatze wohl das diesbezüglich klassischste Opfer, weil so ein Tier eben oftmals unglaublich zutraulich ist, aber immer noch vom Kind beherrscht werden kann wenn die Grausamkeiten anfangen.

The Innocents ist auf den ersten Metern im Grunde ein klassisches Plattenbaudrama und muss da auch nichts erfinden, mehr als genug Kinder machen sowas, wohlgemerkt ohne einen heranreifenden Serienkiller in sich zu tragen. Es geht da ja auch weiter mit den seelischen Grausamkeiten die sich Kinder in der Gruppe auch gegenseitig antun können, auch hier kann man fragen, wem fehlt denn die Kindheitserinnerung, sei es als Gruppentäter oder Einzelopfer, wo es einen nicht schüttelt wenn man daran zurückdenkt was da "wirklich" passiert ist?

Am Ende des Tages darf man sich schon fragen was wohl eher krank und arschlochhaft ist. Grausamkeiten die normaler Alltag sind den Spiegel vorzuhalten und das Bewusstsein für sowas zu schärfen, was natürlich keinen Spaß macht und auch keinen Spaß machen soll. Oder Grausamkeiten als Vergnügung zu inszenieren wo man rumjohlt wenn die rote Suppe durch das Bild spritzt?

The Innocents ist nichts anderes als ein Brightburn das den fantastischen Kniff das Kindwesen mit Kräften auszustatten die es mit mehr Macht als die Erwachsenen austatten als nüchternes Drama ausrollt. Natürlich ist das unangenehm. Das soll es auch sein.


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