Thema:
Re:Was Drehbuchschreiber von Wonder Woman lernen können flat
Autor: token
Datum:30.06.17 12:45
Antwort auf:Re:Was Drehbuchschreiber von Wonder Woman lernen können von Javert

>>>>>>[https://www.youtube.com/watch?time_continue=8&v=w-QhdzQo66o]
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>>>>>>Sehr aufschlussreiches Video über einen wichtigen Unterschied zwischen Wondern Woman und den vielen anderen Filmen von Marvel (z.B.).
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>>>>>und es ist gut, dass es diesen unterschied gibt. Es muss nicht immer "serious" sein.
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>>>>>Die MCU Filme passen und funktionieren so. Das ist nun mal Marvel. Auch in den Comics gibt es diese Momente und wenn Iron Man vor einem ersten Kampf noch einen flappsigen Spruch bringt dann trifft der auch. Das andere ist nun mal DC bzw. deren Verfilmungen, es wird ein dünsterer, ernster Ton angeschlagen. Super, dass es diesen Kontrast gibt und nicht beides gleich ist. Spider-Man mit Tobey Maguire? How does it make you feel? Fremdschämig. Nicht wegen den Emotionen an sich, sondern weil daran gescheitert wurde die zu transportieren, da ist es nun mal cheesy im negativen Sinne, es ist schlecht gespielt und schlecht gefilmt, Punkt. Dr. Stranges Mantel wischt die Tränen weg? Spitzen Auflockerung! Nicht weniger "invested" als wenn es dieses Moment nicht geben würde. Ansonsten, klar, es darf ruhig mehr Emotionen und Seriosität geben. Wenn es denn entsprechend schauspielerisch und handwerklich gut gemacht ist. Wobei ich nicht glaube, dass in Hollywood ein Mangel daran besteht. Nur in den Marvel Filmen ist es IMO schlicht weg nicht notwendig. Den trotz der Jokes war der Sturz von Warmachine dann für mich zumindest ein Schlag in die Magengrube... im Sinne von: das habt ihr nun davon... bis einer weint ;) ... wobei es dann leider inkonsequent war ihn nicht sterben zu lassen. Das hätte dem ganzen nochmal wesentlich mehr Effekt gegeben.
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>>>>Das MCU ist komplett inkonsequent. Civil War war eine absolute Lachnummer und hatte nichts mit dem Comic zu tun.
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>>>Das war von Anfang an klar, weil es eben den Dreh- und Angelpunkt Geheimidentitäten schlicht weg nicht gibt. Ohne Vergleich zum Comic den Film für sich betrachtet, hat der mich gut unterhalten und blieb positiv in Erinnerung. Klar die Herbeiführung des Konflikts ist nicht so toll, aber wohl noch immer das beste was man in der Situation machen konnte. Dafür gibt's schöne Bilder, flotte Sprüche und Kämpfe mit nem ordentlichen Wumms. Hollywood-Blockbuster-Action-Popcorn-Kino halt... irgendwo sollte man schon auch noch realistisch bleiben mit den Erwartungen...
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>>>>Absolute Verschwendung des Materials. Das ernste Filme auch ne ordentliche Portion Humor haben können, hat Logan, erst vor kurzem, sehr gut gezeigt!
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>>>Könnte mich da an keinen großartig tollen Lacher erinnern...
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>>Der Film hat 3-4 lustigere Momente aber von "ordentlicher Portion Humor" kann da imo def. nicht die Rede sein. Der Film ist größtenteils eher schwer und deprimierend.
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>Ebent!11elf So hab ich den auch aufgenommen und in Erinnerung. Also nichts von wegen es gibt keine seriösen Filme mit Emotionen mehr. Womit auch gleich dieser Punkt schon wieder widerlegt wäre...


Days of Future Past hat emotional involviert und hatte gleichsam eine hohe Gagdichte mit der es eben auch dramatische Entwicklungen aufgelockert hat.
Ich denke das was entscheidet ist ein guter Plot der den Figuren Relevanz gibt, Motivationen transparent macht, in diesen Motivationen nicht hoffnungslos schematisch ist und eine spannende Geschichte erzählt.
Genau daran scheitert für mich der Großteil der DC- und auch der Marvel-Filme, es ist langweilig und uninteressant as fuck, eine Collage von erprobten und erfolgreichen Stilmitteln, die für sich durchaus funktionieren, als endlose Iteration aber nicht die Substanz mitbringen die einen spannenden "Film" ausmacht.
Wenn mich persönlich schon diese Basis nicht abholt, dann ist schon fast alles verloren, allerdings bevorzuge ich dann immer noch ein paar gelungene Witze in diesem erzählerischen Moloch, als sowas dann auch noch mit einem depressiven Unterton ertragen zu müssen der sich dann auch noch peinlich berührend ernst nimmt.
Dementsprechend sind die schlechten Marvels einfach nur egal, die schlechten DCs hingegen sind egal _und_ anstrengend.


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