Thema:
The Green Inferno flat
Autor: Knight
Datum:05.03.16 13:55

Horrorschund von Eli Roth. Ich gebs gerne zu, manchmal tendiere ich dazu Filmemachern viel zu viele Chancen zu geben und mich dann trotzdem jedesmal aufs Neue über das Resultat aufzuregen. Das wars jetzt aber wirklich: Eli und ich gehen getrennte Wege. Das einzige was er zustande bringt ist auf Hochglanz polierter Horrortrash (keiner der guten Art!!!). Vielleicht funktioniert dieser Streifen hier sogar ganz gut innerhalb einer feuchtfröhlichen Truppe an einem Freitagabend aber in jeder anderen Konstellation sicherlich nicht.

Mir ist auch bewusst, dass Kannibalenfilme per se schonmal dazu tendieren komplette Grütze zu sein und Cannibal Holocaust wohl am nächsten an einen guten Film heranreicht und damit eigentlich schon alles gesagt war. Dennoch hat ja die Chance bestanden einen spannenden und verstörenden Horrorfilm im Setting abzuliefern. Nur Roth kriegt das selbstverständlich einmal mehr nicht ansatzweise hin. Dialoge, Charaktere, Handlung sind allesamt komplett für den Arsch. Was man an Gore vorgesetzt bekommt wäre der durchaus in Ordnung, wenn bloss der Ton und die Konsequenz des Filmes den Part unterstützen würden. Tun sie aber nicht (dasselbe Problem hat auch Hostel). Will man das in solch einem Film richtig machen dann muss man draufhalten und die Sache auch bis zum Letzten durchziehen. Macht man das nicht und packt dafür unbeholfene Zivilisationkritik obendrauf, erhält man einen peinlichen und ärgerlichen Quatsch wie eben Green Inferno.

Da ich mich gerade ziemlich wohlwollend fühle und der Streifen gut ausschaut, ein paar nette Effekte drin sind und die Hauptdarstellerin in einer viel zu kurzen Szene blank zieht gibts 1,5 von 5 möglichen Sternchen.
Und jetzt will ich nichts mehr von dem Kerl sehen.

edit: noch eine treffende Kurzzusammenfassung: [http://explosm.net/rcg/vnkqkgrto]


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