Thema:
Alien flat
Autor: token
Datum:05.08.13 14:36

In Sachen Setdesign ist der geradezu sensationell gealtert. Stilistisch ganz ganz großes Kino.
Was das Alien angeht ist Gigers Handschrift natürlich über jeden Zweifel erhaben, die Szenen in denen ein Mann mit Kostüm rumläuft hätte man sich in der Nachbetrachtung jedoch besser geschenkt, hat was von alten Godzillafilmen.

Auch in Sachen Spannung wurden hier und da Federn gelassen, einer der Jumpscares ist einfach nur noch unfreiwillig komisch, und das in höchstem Maße.
Was Logik angeht, so steht Prometheus nun in einem Direktvergleich mit Alien nicht mehr ganz so mies da, glücklicherweise gab es damals noch kein Internetz, da hätte man ausführlich über die Sinnhaftigkeit mancher Gruppenspaltung damit das Negerleinprinzip funktioniert debattieren können, die Nummer mit der Katze ist einfach nur dumm, aber schon damals kam man nicht ohne Hollywood-Klischees aus.
Was ich sagen will, Logiklöcher hat Alien auch en masse, allein dass das Alien übersehen wird und man den guten Mann sofort an den Mittagstisch lässt, obwohl die Thematik Quarantäne den Autoren nicht fremd ist, ist lächerlich.

Abschließendes Fazit ist zwiespältig, in vielen stilistischen Aspekten wischt der Film aktuelle Machwerke immer noch locker flockig von der Tapete, was die eigentliche Handlung angeht so ist der dramaturgische Aufbau, der sich wunderbarerweise enorm viel Zeit für das Vorspiel nimmt und hierbei imposant abliefert durchaus aus jedem erdenklichen Blickwinkel meisterlich.
Im letzten Drittel hat er jedoch (imo) unglaublich viel an Wirkungskraft eingebüßt, etwas was jetzt auch nicht zwingend sein muss, wenn man bspw. den Exorzisten heranzieht, welcher immer noch brutal schockt.


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