Thema:
Was für ein tolles Spiel flat
Autor: Corben Dallas
Datum:21.04.24 10:56
Antwort auf:Banishers - Ghosts of New Eden - Ghost Witcher von Pfroebbel

Habe bis jetzt knapp 45 Stunden gespielt und lt. Weltkarte ca. ein Drittel entdeckt. Das Setting von Banishers trifft genau meinen Nerv. Ausgehendes 17. Jahrhundert in der neuen Welt mit viel Aberglauben, vordergründiger Frömmigkeit, Geister und Dämonen. Und das alles absolut wunderbar in Szene gesetzt. Das ist eines der Spiele bei denen ich die Schnellreise nur äußerst selten nutze, weil ich einfach gerne durch die Landschaft stapfe, um die Szenarien genießen zu können. Dazu gibt es toll geschriebene Dialoge, wunderbare Cutscenes und eine bisher interessante und spannende Geschichte, die filmreif in Szene gesetzt wird.

Eine Allergie gegen Videospielelogik sollte man aber nicht haben. Man ist generell recht "schlauchig" unterwegs. Kleinere Zäune, seichtes Wasser und niedrige Steine sind immer unüberwindbar, Abkürzungen müssen immer über Umwege entdeckt werden, so dass man dann ein Seil befestigen kann, an dem Mann später wieder hochklettert. Backtracking ist essenzieller Teil des Spielprinzips. Mit erlernten Fähigkeiten sind Orte zugänglich, die zu Spielbeginn noch unerreichbar waren. Ich kann mir schon vorstellen, dass einem das Gelatsche auf den Zeiger gehen kann, da es Schnellreise nur an speziellen Lagerfeuern gibt. Wenn man dann mal eben schnell was noch erledigen will, muss man erst zu Fuß zu diesen Punkten latschen. Außerdem kann man in New Eden keine 50 Meter gehen, ohne irgendwo rauf- oder runterklettern oder sich durch diverse Spalten quetschen zu müssen. Kein Wunder, dass die Bewohner da alle so unglücklich sind.

Mein ganz persönliches Problem habe ich damit, dass der Hauptcharakter bei diversen Beschwörungen mit seinem Messer am Boden rumkratzt und Pulver verstreut. Ich muss dann IMMER an den hier denken:

[https://www.youtube.com/watch?v=6k1OEpCGkyw]

Das nagt dann ziemlich an der Immersion...:)

Trotzdem ist Banishers eines der Spiele, das mir definitiv aufgrund seines tollen Setting in Erinnerung bleiben wird. Für mich bisher die Überraschung des Jahres.


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