Thema:
Re:Und durch mit DLC flat
Autor: HomiSite
Datum:19.11.20 15:12
Antwort auf:Und durch mit DLC von Lynne

Ich habe dann einige Tage, nachdem der "FNIX Rising"-Patch endlich die PS4 erreichte (den DLC habe ich aber nicht gekauft, nur "Alpine Unrest"), auch mal wieder reingeschaut.

Ich war zu dem Zeitpunkt noch mitten auf der zweiten Insel. Ich kam dann sofort in einen sehr großen Kampf mit Runnern auf fast offenem Feld, was ich aber irgendwie überlebt hatte (natürlich mit massivem Medikit-Einsatz). Vielleicht schon Anzeichen des etwas reduzierten Schwierigkeitsgrad? Ich hab mich dann in den Süden geschlagen und dort den ersten Bunker ausgehoben. Die sind aber mal richtige Downer! Zwar ist es cool, dass man anfangs im Dunkeln bzw. mit Taschenlampe da herumschleicht, aber die Anlangen sind leider unnötig verschachtelt und haben keinerlei Wegmarkierungen an Wänden oder Boden! :-(

Danach lief es für mich relativ gut: Vorsichtig vorrücken (noch nutze ich viel das Fernglas, aber es belegt so halt einen Itemslot) und Runner im Gras hockend oder liegend schallgedämpft mit Oneshot auf ihren Benzintank wegsnipern - herrlich! Im Nahkampf bricht für mich das Spiel aber eigentlich zusammen, was sicher auch etwas gewünscht ist. Aber wie die Gegner dann wild um einen herumzappeln und ein feindlicher Treffer immer viel Energie abzieht, ist nicht feierlich. Insofern regiert leider die billige Taktik: Häuser als Bunker nutzen! Gegner schaffen es quasi nie, Türen zu durchqueren, die schwedischen Holzwände sind quasi kugelsicher und auch die Hunter sind mit Sturmgewehrsalven dann doch recht schnell zu knacken (oder aus der Deckung auf die Kopfpartie snipern, glaube ich). Einzig ihre Gasgranaten gehen - passend zum technisch durchwachsenen Spiel - durch Wände (und die Suchlaser :-D). Ich habe es auch ganz oft, dass Hunter einfach doof im Kampf plötzlich stillstehen ...

Links auf der zweiten Insel gab's dann ein völlig zerstörtes Flüchtlingscamp - sogar mit kleiner Scriptsequenz: Ein Mörsergeschoss schlägt vom "Festland" ein und so weiß man, wie hier alles zerbombt wurde.

Schlussendlich hatte ich eigentlich alle (auf der Karte sichtbaren) Bauwerke und damit Orte besucht und betrat die große Hauptinsel. Und nachdem ich einen Unterschlupf in einem Höhlenhangar eroberte, hörte ich die großen Tanks, bevor ich sie sah (und ein Harvester feierte dort auch seine Premiere). Das hat das Spiel bis dahin ja ganz nett gemacht, dass man zerstörte Tanks immer wieder mal gefunden hatte, meist zusammen mit kaputten Panzern!

Offensichtliche Schwachpunkte konnte ich nicht entdecken, also wollte ich mal Kampftaktiken probieren: Auf die Wiese ein paar Gasflaschen verteilt (es gibt gar keine Ablegeanimation :-D),  ein Ghettoblaster dazu und Fersengeld gegeben. Ich sage mal: Es hat nicht funktioniert! Vor allem wusste der Tank danach irgendwie immer, wo ich bin und hat mich selbst außer Sichtweite in bewaldeten Bergen hunderte Meter weg noch beschossen!? Vielleicht auch ein Bug? Ich bin deshalb aber erstmal in die südwestliche Küstenregion der Hauptinsel aufgebrochen, auch weil ich da noch eine Nebenmission hatte.

Das Ding ist: Eigentlich ist GENERATION ZERO ein totales Zeitgrab und ich sollte eher DISHONORED 2 oder so weiterspielen. :-) Man läuft die meiste Zeit durch immerhin nette Landschaften (hab aber kaum ein Open-World-Spiel der letzten Jahre gespielt, habe also keinen großen Vergleich), lootet 08/15-Gegenstände in Copy&Paste-Örtlichkeiten (leicht überspitzt), mistet unregelmäßig halb genervt sein Inventar/Lager aus und ballert regelmäßig Gegner kaputt aus seiner unkaputtbaren Deckung in einem Haus. Und so sind aktuell wieder 18 Stunden ins Land gegangen! :-)

Ich merke, dass ich hier eigentlich eher meine Zeit verschwende, zumal die Story ja auch bisher dünn ist. Aber trotzdem mag ich das Looten irgendwie und vor allem das Entdecken neuer Orte oder das Gefühl, es zu einem neuen Unterschlupf geschafft zu haben. Dieses Bedrohungsgefühl von Anfang des Spiels ist auch wieder etwas da, denn diese neuen Maschinen sind für mich noch unbezwingbar.

Ich war auf der Suche nach einem Bunkereingang, als ich in einem kleinen Weiler überrascht wurde. Leider schaltete sich auch ein Tank ein, der mich im Haus nonstop unter Artilleriebeschuss nahm. Schaden nahm ich so gut wie nie, aber konnte auch nich viel ausrichten, außer endlos viele angelockte Hunter zu erledigen. Am Ende hab ich's sein lassen und bin gestorben. Kurz darauf fand ich auch den Bunker, der wirklich ganz schlimm war vom Layout!

Und das Audiosystem des Spiels ist auch ziemlich wackelig: Oft hört man in Häusern oder auch Bunkern quasi ungefiltert und damit zu laut irgendwo laufende Gegner. Auch die Ortung via Stereo-Headset ist eher mäßig bzw. irritiert es mich oft, wenn sich auch Naturgeräusche nach minimaler Drehung sofort auf den Ohrlautsprechern krass verlagern.

Immerhin hab ich im Bunker einen Granat- oder Raketenwerfer gefunden und dafür auch schon knapp 10 Schuss im Inventar. Mal sehen, wann ich einen Tank oder Harvester (Schwierigkeit nur mittel?!) herausfordere ... Auf dem Berg über dem Bunker steht übrigens ein FNIX-Generator - keine Ahnung, was das soll. Zerstören oder interagieren konnte ich da nix, außer ein paar dieser energiesaugenden Krabbler abschießen), hm. Unter dem Eindruck der geschilderten Situationen hatte ich dann einen leichten Motivationseinbruch, andererseits rufen die lautstark patroullierenden Tanks auch wieder mehr Anspannung hervor.

>Die optischen Änderungen mit den letzten Updates mach das Ganze etwas "stimmiger", dazu hat man jetzt auch die Möglichkeit, sich Medipacks und Munition zu craften und nicht nur sinnlose Hosen mit +1% Feuerresistenz ;)

Grafische Veränderungen habe ich nicht bemerkt, aber das Spiel ja auch viele Wochen nicht mehr gestartet gehabt. Munition habe ich zurzeit im Überfluss, aber das Herstellen von Medipacks ist gut. Bei mir ist quasi die Faustregel: Ein kleines Medkit pro Gegner, wenn der Kampf nicht ein einseitiges Sniperduell ist. :-)

Aktuell ist meine Standardwaffe ein Sturmgewehr, Automatik 4 oder so. Das 5er schießt schneller, was nicht so meins ist, die AK-47-Variante soll sehr ungenau sein (noch nicht probiert). Mit Schalldämpfer, aber ohne Visier. Zweitwaffe ist ein Scharfschützengewehr, das allererste Jagdgewehr. Ich will aber mal sehen, ob ich mit dem stärken Ä...-Repetierjagdgewehr besser klarkomme. Dafür habe ich aber aktuell nur wenig Munition, aber ich glaube, man findet auch mehr Munition - zumindest in besiegten Gegnern - für aktuell benutzte Waffen. Gibt's eigentlich Bullet Drop? Denn ich hab jetzt ein 8-16x-Fernrohr gefunden. :-) Dazu schleppe ich noch eine Schrotflinte mit, lange Zeit die allererste Pumpgun, jetzt eine schneller schießende Flinte, aber noch nicht so ganz zufrieden. Im Lager liegen eine bisher nicht ausprobierte MP und zwei weitere Pistolen.

So, jetzt habe ich hier einen ganzen Roman geschrieben, vielleicht weil ich nicht verstehe, was mich gerade an diesem Spiel so fesselt. Es ist ja böse gesagt der Versuch, ein funktionales Open-World-Spiel mit dem geringstmöglichen Aufwand und Budget zu realisieren. :-D

PS: Nutzlosestes Item bisher: Restlichtverstärker! Entweder ist es stockdunkel oder hell genug, dass man geblendet wird.


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