Thema:
Re:Nicht normal, sondern widerlich flat
Autor: Wurzelgnom
Datum:13.02.19 10:56
Antwort auf:Re:Nicht normal, sondern widerlich von _bla_

>>Nur weil es gängiges Handeln ist, macht es nicht weniger widerlich und abstoßend, wenn wenige viel verdienen. ein Unternehmen, dem es gut geht und Gewinne macht, dennoch leute entlässt, sollte man KRÄFTIGST zur Ader lassen und es nicht akzeptieren. Genau das ist es, was sozialen unfrieden verursacht und die Schere zwischen arm und reich immer weiter aufklaffen lässt.
>>
>>ich kotze im strahl, dass man sowas normal findet. es ist NICHT normal.
>
>Naja. Ich finde ja durchaus das viele Unternehmen zu schnell Leute entlassen und das es ein gut funktionierendes Unternehmen sich durchaus ein paar Reserven leisten sollte, um Talente zu halten und auf Auftragsspitzen besser reagieren zu können. Aber dauerhafte Menschen zu beschäftigen, deren Arbeitsleistung nicht gebraucht wird, nur weil man sich das dank guter Geschäfte leisten kann, das erscheint mir nicht sinnvoll und auch für die Arbeitnehmer und die gesamte Gesellschaft nicht wirklich erstrebenswert. In vielen Fällen gibt es ja für die Arbeitnehmer bei einer anderen Firma auch einen Arbeitsplatz. Es ist nicht sinnvoll, wenn die Arbeitnehmer bei einer Firma Däumchen drehen, während eine andere Firma keine Mitarbeiter findet. Und wenn nach ein paar Jahren Däumchen drehen die Firma in echter finanzielle Schwierigkeiten gerät, wird es eher schwieriger dann einen neuen Job zu finden. Die Firmen sollen ordentliche Abfindungen zahlen, so das die Kosten für einen Jobwechsel nicht bei den Arbeitnehmern bleiben, aber dann ist es durchaus okay auch bei Gewinnen Leute zu entlassen.


So sehe ich das auch.
Ich war damals ja selbst betroffen als eBay knapp 1000 Leute gekantet hat.
Fand ich das scheisse? klar weil coole Arbeit weg.
Aber damit der Laden Konkurrenzfähig bleibt, war das wohl nötig.
Davon ab gab es auch viele alte positionen in der Firma die einfach wegfallen mussten.
Man schleppt nicht unnötig Leute durch.
Mit der Zeit werden Positionen einfach nicht mehr gebraucht, weil durch Software ersetzt usw.

Gab es bei uns auch.
Da sitzen Entwickler die an Software arbeiten die den Angestellten der im gleichen Haus sitzt, irgendwann den Job kosten kann.

Irgendwann ist ein Zeitpunkt erreicht wo sich ein Team hinsetzt und den Laden "modernisiert" oder wie auch immer das heisst.

Das ist IMO völlig normal.

Ob das auf Activision zutrifft weiss ich nicht.

Es gibt auch bei uns in der Behörde Stellen oder Bereiche wo man sich durchaus fragen kann wieso es die immer noch gibt.
Der Steuerzahler meckert weil alles teuer ist, das seid auch ihr.
Da freut ihr euch sicherlich auch wenn die Behörden Verwaltungswege verkürzen würden und mehr auf Softwarelösungen setzt.
Da hätten wi dann das gleiche Ergebnis.


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