Thema:
Planescape: Torment (PC) flat
Autor: RouWa
Datum:08.11.17 01:17

Nachdem mich ein Bug in der Mitte des Spiels am Durchspielen im Releasejahr gehindert hatte, entschloss ich mich vor zwei Wochen zu einem neuen Versuch. Mittlerweiele gibt es eine Enhanced Edition des Spiels, die quasi eine GOTY-Version mit praktischen neuen Features wie der Quickloot-Funktion ist.

Wer PT nicht kennt, weil er nicht auf PC spielt: PT ist Knights of the Old Republic mit Multiversum-Setting und durchgeknallten Charakteren.

[https://de.wikipedia.org/wiki/Planescape:_Torment]

Interessanterweise ist das Spiel sehr gut gealtert, weil die Bitmap-Gebiete auf hochauflösenden Bildschirmen deutlich besser ausseehen als zum Release. 1999 hatten Monitore in der Regel eine Auflösung von 800x600 oder 1024x768. In der Enhanced-Version kann man mit dem Mausrad stufenlos rein- und rauszoomen.

So ungefähr sah das Spiel 1999 aus:

[https://i.imgur.com/5kMz7we.jpg]
maximal reingezoomt, klicken Bild in Originalgröße

So sieht es heute auf einem WQHD-Monitor aus:

[https://i.imgur.com/wfpkkeJ.jpg]
maximal rausgezoomt, klicken Bild in Originalgröße

Auch erfreulich: Laden und Speichern im Bruchteil einer Sekunde.

Im Vergleich zu Baldur's Gate 1 und 2 sowie KOTOR 1 und 2 ist PT deutlich textlastiger. Wer lieber levelt und lootet, ist bei Icewind Dale besser aufgehoben. PT hat drölf Mal mehr Text als Xenogears, dafür kann man alle Dialoge beschleunigen und muss nie warten.

Die Spielgeschwindigkeit des Spiels selbst ist unmittelbar an die Bildwiederholrate gekoppelt. Auf aktuellen Systemen könnte das Spiel vermutlich mit tausend Frames laufen, nur wäre es dann unspielbar.

Man merkt dem Spiel an, dass es fast 20 Jahre alt ist. Bei den Quests wird man deutlich weniger an die Hand genommen als bei heutigen Spielen. Questmarker gibt es keine. Man muss jede Figur ohne 08/15-Bezeichnung ansprechen und hoffen, dass sich was ergibt.

Das Besondere sind sicherlich die exotischen spielbaren Gruppenmitglieder. Anders als bei Icewind Dale, wo man seine komplette Gruppe selbst erstellt, muss man bei PT aus vorgefertigten Figuren mit fester Klasse und Gesinnung wählen beziehungsweise diese in der Welt erst mal finden, ähnlich wie in KOTOR. Als einzige Entscheidung bleibt, wie viele und welche Charaktere man mitnimmt. Im Grunde lohnt es sich alle spielbaren Charakere mitzunehmen, wenngleich die Gruppengröße auf sechs Mitglieder beschränkt ist.

Wer "Rollenspiele light" satt hat, sollte PT mal eine Chance geben.


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