Antwort auf den Beitrag "Re:und brauchen Prügelknaben für eigenes Versagen" posten:
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>Bezüglich dem Ausland - in Portugal bekommst du die ersten drei Tage auch keine Kohle, wenn du kein Attest bringst, kann es sogar sein, dass du eine Penalty auf dein reguläres Gehalt bekommst. > >Die Folge war, dass sich bei uns eigentlich Niemand wirklich krank gemeldet hat - was aber nicht bedeutet hat, dass er tatsächlich gearbeitet hat, Home Office sei Dank. Man hat sich halt eingeloggt, vielleicht dem Teamleiter noch gesagt, dass es einem nicht gut geht und vielleicht ein Viertel von dem gearbeitet, was man normal gemacht hat, wenn überhaupt. Und solange man es nicht übertrieben hat, wurde das auch inoffiziell geduldet. > >Aber anders sah das bei den Leuten aus, die halt kein HO machen konnten - die haben sich wegen dem Lohnverlust, der auch bedeutet hat, dass man nach den drei Karenztagen nur 60% seines Nettos bekam & dass sich krank schreiben mit stundenlangem Warten in einer Klinik verbunden war, wirklich nur dann krank schreiben lassen, wenn es wirklich nicht mehr ging. Insofern wird die Kohle sicher eine Rolle spielen. > >Fand ich das besser? Offen gesagt nein (und ich kenne auch beide Seiten), nicht nur, weil die Leute nicht wirklich produktiv sind, sondern ihm Zweifel auch noch die restlichen Kollegen flach legen - und ihrer eigenen Gesundheit auch keinen Gefallen tun. > >Ich denke, dass unter anderem durch Corona da auch ein Umdenken stattgefunden hat, dazu noch eine überalterte Gesellschaft und eine nachfolgende Generation, die eben nicht im Fokus hat, sich für den Job sprichwörtlich den Arsch aufzureißen, sondern tatsächlich auf Workshop Life Balance achtet. Oder auch auf die psychische Gesundheit, was bei vielen AG lange keine Rolle gespielt hat, beziehungsweise AN das oft mit „ach, ich brauch halt mal Urlaub“. abgetan haben. > >Was ich übrigens auch lange getan habe - ich war eher der Typ „solange ich laufen kann, kann ich arbeiten“, mit dem Erfolg, dass ich irgendwann 2022 mit einem Burnout zusammengeklappt bin. Was vermutlich noch mein Glück war, denn ich vermute bis heute, dass nicht viel gefehlt hat und ich wäre irgendwann so zusammengeklappt, dass ich mit Anfang 50 mir meinen ersten Infarkt eingefangen hätte. > >Insofern achte ich da jetzt eher drauf und lass mir auch weder direkt oder indirekt ein schlechtes Gewissen machen, wenn ich wegen einer Erkältung 1-2 Tage ausfalle. Es kann ja nicht mein Problem sein, wenn AG ihre Personaldecke so dünn stricken, dass diese zusammenfällt, sobald mal 1-2 Leute krank werden, und nein, da rede ich von keinen kleinen Läden, sondern von Konzernen. Und dass das auch anders geht, zeigt mein jetziger AG, der im Dezember für alle Mitarbeiter einen extra Urlaubstag als Gesundheitstag rausgehauen hat, den man auch im Dezember nehmen musste. Und das im Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft. Zudem bietet er im Intranet Kooperationen mit einer Krankenkasse und diversen Ärzten an, auch im psychischen Bereich, bei dem du schneller einen Termin bekommst als wenn du es so probierst, >Und anscheinend hat das dafür gesorgt, dass die Krankheitstage 2024 deutlich gesunken sind im Vergleich zu 2023. >Vielleicht wäre das für zumindest große Firmen eine Option, bevor man darüber nachdenkt, die Rechte der AN zu schleifen.
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