Antwort auf den Beitrag "Re:Anforderungen Lokführer" posten:
Nickname:
Passwort:
Thema:
Nachricht:
>>und jetzt kommt mir bitte nicht mit Busfahren ist vergleichbar. > >Ist da ein Vergleich nicht generell völlig sinnfrei? Es sind unterschiedliche Jobs mit unterschiedlichen Anforderungen. Es gibt Anforderungen mit denen müssen sich vor allem Lokführer herumschlagen, es gibt andere mit denen müssen sich vor allem Busfahrer herumschlagen. Je nach Unternehmen/ Einsatzschwerpunkt gibt es auch wieder unterschiedliche Anforderungen. > >Der Lokführer muss über 100 Signalbilder kennen die nur in seinem Job vorkommen, der Busfahrer kennt 95% seiner Signalbilder schon vom Autofahren. Lokführer höhere Anforderung. > >Der Busfahrer muss "manuell" seine Spur halten, sich je nach Linie jede zweite Straße mit dem (Gelenk-)Bus irgendwie durch die wild vollgeparkte Straße durchschlängeln etc pp. Der Lokführer hält seine Spur ja quasi automatisch ("wie auf Schienen" :P ) und dass er mit dem Zug sich irgendwie an einem vollgeparktem Gleis vorbeischlängelt hab ich auch noch nicht gehört. Auch dürfte sich die direkte Umgebung auf die man zu achten hat für einen Busfahrer dank Strassenverkehr, Radfahrer Fußgänger etc pp. "schneller" und öfter ändern als für einen Lokführer. Busfahrer höhere Anforderung. > >Als Lokführer bewegt man ein viel, viel höheres Gewicht als als Busfahrer. Im Personenverkehr passen in einen Zug auch viel mehr Leute als in einen Bus. Bei einem menschlichen Fehler dürfte das Schadensptential bei einem Lokführer wesentlich höher sein als beim Busfahrer. Punkt für den Lokführer. > >Ein Lokführer hat soweit ich weiss generell viel, viel weniger direkten Kontakt/Umgang mit den Fahrgästen als ein Busfahrer. Für den Lokführer gibt es ein höheres Risiko einen Selbstmord mitzubekommen, bzw. indirekt beteiligt zu sein, wenn ich aber überlege wie oft mein Vater als Busfahrer in den Lauf einer Waffe geguckt oder ein Messer am Hals hatte, oder sonstwie direkten Ärger mit Fahrgästen. (oder Unfälle, selbstverschuldet als auch unschuldig, mit und ohne Personenschaden...) also ich kann da nicht sagen bei welchem Job die Anforderungen diesbezüglich jetzt höher sind.... > >Ich habe Lokführer im Bekanntenkreis die sich ihr Berufsleben lang die Eier geschaukelt haben, weil sie ihre komplette berufliche Laufbahn nur auf 3 oder 4 verschiedenen S-Bahnlinien zugebracht haben, ich kenne aber auch Lokführer die schon mit Mitte 30 das Gefühl haben aufgerieben zu werden und stress pur haben. Heute S-Bahn in Hamburg, morgen Regionalzug von Flensburg bis in die Schweiz, übermorgen Dienst auf Güterbahnhof XY.... Genauso kenne ich aber auch Busfahrer die mit Mitte 40 dank Dauerstress gesundheitlich "durch" waren und andere die sobald sie in Rente gegangen sind behaupten sie hätten nie wirklich gearbeitet weil im Grunde sind sie halt nur fröhlich in der Stadt herumgefahren... > >Ich kenne weder Lokführer noch Busfahrer die ihren Job bis zum normalen Renteneintrittsalter gemacht haben. Alle waren gesundheitlich schon vorher kaputt genug dass sie entweder auf andere Posten verschoben oder Frührentner wurden. > >Generell heisst es autonom fahrende Züge wären leichter zu realisieren als autonom fahrende Autos/Busse weil >Züge in kontrollierbareren Umgebungen eingesetzt werden. (Womit ich NICHT sage: autonom fahrende Züge wären kein Problem! Ist trotz allem komplex genug) Im Straßenverkehr gäbe es viel, viel mehr zufällige Variablen. Aber eigentlich: Es hängt vom Problemfall ab. Spätestens wenn der Lokführer mit seinem Zug vor einem Bahnübergang steht und aussteigen muss um die Schranken wegen eines Totalausfalls des Bahnübergangs manuell zu bedienen (Ja, schon erlebt) wäre jeder noch so autonome Zug ziemlich aufgeschmissen.... > >Davon ab: Wie leicht/schwer etwas zu automatisieren ist, sagt auch nichts über die Anforderungen in dem jeweiligen Berufszweig aus. Gibt genug für einen Menschen "einfache" Dinge die ein programmierter Roboterarm oder eine KI nicht hinbekommen und umgekehrt.
mailbenachrichtigung?