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>Früher habe ich das so gemacht, ein komplettes Album anhören, während man auf Couch/Bett zurücklehnt und sich nur darauf konzentriert. Das war dann auch Musik abseits der Top 100, wo man sich das ganze Album geben konnte. Halt die Prog- und Indie-Schiene. Irgendwann war die Entdeckerphase vorbei und mein Geschmack hat sich fixiert. Aber von meinen finalen Lieblingskünstlern kommt nix mehr oder nicht viel. Natürlich gefallen die alten Alben immer noch, aber für etwas Altbekanntes nimmt man sich nicht mehr soviel seiner begrenzten Zeit. Mittlerweile liegen Retro-Gaming, SF-Literatur oder Bar-Touren klar im Vordergrund, was jenen privaten Zeitvertreib betrifft, den man auch alleine ausüben kann. Auch wenn Musik wundervoll sein kann, will ich meine Zeit nicht mehr damit verbringen, allzu untätig abzuhängen. Da erfordern die vorgenannten Hobbies zumindest im Vergleich mehr eigene Aktivität. Und wenn ich mal in der Sonne chille, dann lese ich eben lieber ein Buch. Je älter ich werde, desto unternehmenslustiger werde ich, weil weniger Zeit übrig bleibt. Als Jugendlicher und Twen hatte man ja noch alles vor sich. Außerdem geht mit den Jahren das beschwingende Gefühl verloren, durch seinen elitären Geschmack irgendwie über die Dinge erhaben zu sein. Es gibt realere Probleme als das Streben nach einem sophisticated mind, ich gehe lieber öfter unter Menschen. Trotzdem höre ich noch Musik, da ich fast jeden Tag auf dem Heimtrainer bin, und das tue ich immer noch altmodisch mit CD-Player. Während des Trainings läuft dann zwischen 50% und 80% eines Albums am Stück, bis ich halt fertig bin, bevorzugt irgendwas Aufputschendes (zuletzt Dropkick Murphys oder Amplifier). Dabei liegt meine Aufmerksamkeit nicht 100% bei der Musik, weil ich von der körperlichen Anstrengung abgelenkt bin, ich bekomme sie aber mit und lasse mich davon antreiben. Ein Vorteil ist bei mir auch, dass ich selbst komplexere Musik gut beiläufig aufnehmen kann. Ich bin zwar nicht mit absolutem Gehör geboren, habe aber in meiner damaligen Entdeckerphase mein Gehör / Gehirn so weit trainiert, dass ich jetzt ohne Anlaufschwierigkeiten allem folgen kann, auch neues Material. Im Prinzip höre ich also immer noch regelmäßig Musik, aber es ist nur eine beschränkte Auswahl meiner großen Sammlung, die zum Training passt, und meine Gedanken schweifen ab, wenn ich irgendwelche Alltagssituationen durchdenke.
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