Antwort auf den Beitrag "Re:Gibt es Leute die "Arbeit" benötigen?" posten:
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>>wären Couch-Aktivitäten(ob lesen, zocken oder streamen) auf Dauer völlig schädlich für mich und ich würde durchdrehen. > >Einerseits habe ich kein Problem damit meinen Tag auch über sehr lange Zeit mit Hobbies zu füllen, zum anderen ist mein Job in der IT sicher auch nicht gesünder als meine vielen Indoor-Hobbies. > >>Vermutlich denken da Familienmenschen anders, aber als Single oder zumindest kinderlos hat man da schon ein ziemlich großzügiges Zeitfenster für sich, was sich zumindest bei mir nicht komplett sinnvoll ausfüllen ließ. > >Der Sinn von Arbeit ist für mich Geld zu verdienen, daher hat für mich Arbeit abgesehen davon auch keinen "sinngebenden" Aspekt, den ich in meinem Leben bräuchte. Das wäre vielleicht bei sozialer Arbeit anders - aber da verdient man nicht genug Geld und vermutlich würde die Illusion einer "sozialen Tätigkeit" auch schnell brechen, so lange man dabei nicht vollkommene Freiheit hat, sondern das Ganze in einem beruflichen Kontext stattfindet. > >Vermutlich (und auf Basis von bisheriger Erfahrung in längeren Urlauben oder sonstigen Auszeiten) würde ich mit dauerhafter Freizeit aber neben passiven Hobbies zum Ausgleich automatisch auch kreativere Tätigkeiten anstreben. z.B. diverse Programmiersprachen lernen, Software und evtl. Websites entwickeln, mehr gemeinnütziges Engagement, etc. > >Und all das würde mir mehr "Sinn" geben als weisungsgebunden für andere zu arbeiten - denn obwohl ich beruflich durchaus eigenständig Projekte abwickle und dabei auch Freiheiten habe, bin ich letztendlich in einem klassischen Job nie so frei in meinen Entscheidungen und meinem Leben, wie ich es gerne wäre. > >Das fängt schon damit an, dass ich 1/4 unserer Kunden und Projekte bei freier Entscheidung sofort absägen würde und mit diesen weder beruflich noch privat etwas zu tun haben möchte. Gefühlt reduzieren allein diese 25% an unfreiwilligen Kunden und Projekten meine Lebensqualität im Beruf um 75%. > >Mit meinen Kollegen hatte ich insgesamt mehr Glück, wobei es auch dort eigentlich immer 1-2 Leute gab, die ich bei freier Entscheidung aus meinem Umfeld verbannt hätte, da sie schlicht nicht auf meiner Wellenlinie lagen und daher zumindest auf niedrigem Niveau eher ein Energiedefizit in mir erzeugt haben. > >So stelle ich mir auch mein Rentenalter vor, dass ich dann durchaus noch "schaffend" tägig bin, aber eben komplett vom Aspekt gelöst, dass dafür die finanzielle Gegenleistung meinen Lebensstandard finanzieren muss und mit stark reduziertem Umfang, um endlich ausreichend Zeit für alle meine Interessen zu haben. > >Vielleicht wäre eine selbstständige Tätigkeit besser für mich geeignet, aber auch das ist gerade in Deutschland mit so viel Formalitäten und Haftungsrisiken verbunden, dass es für mich nie erstrebenswert genug war, um den Sprung zu wagen. Jetzt ist es dafür auch zu spät und ich warte lieber (entsprechend des Thread-Titels) darauf möglichst früh in Rente gehen zu können und bereits vorher schrittweise die Arbeitszeit zu reduzieren.
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