Antwort auf den Beitrag "Re:Mal so ganz generell frage ich mich, wer da baut." posten:
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>>>>Wir sind sicherlich nicht arm und haben auch schon eine abbezahlte Eigentumswohnung, mit der ich auch ca. 150% Plus in den letzten 11 Jahren gemacht habe, die wir verkaufen könnten (ist mit 3 Kindern einfach zu klein). Aber dann müssten wir/ich mit 38 bzw. 40 immer noch stolze EUR 500.000 zusätzlich finanzieren, um ein halbwegs adäquates (Bestands-)Haus in der Umgebung von Frankfurt kaufen zu können. Selbst wenn wir 20km rausgehen und uns mit einem Reihenhaus begnügen, was ich eigentlich nicht will, dann tut es auch eine größere Wohnung. Also, wer sind denn die Leute, die sich das noch leisten können und demnach erheblich mehr verdienen müssten als wir? >>> >>>Ich vermute das sind v.a. Leute die gar nicht wirklich damit kalkulieren, das Haus irgendwann mal abzuzahlen, sondern mit Minimaltilgung von 1% eigentlich nur auf Zeit im Eigenheim wohnen. Bis Anfang des Jahres hat man noch gut für unter 2% Sollzins auch 20 Jahre festgeschrieben finanzieren können. Aktuell sieht es allerdings anders aus, lt. Interhyp muss man für 20 Jahre ca. 3,2% zahlen. Wären bei einem Finanzierungsbetrag von sagen wir mal 800.000 € nach Adam Milchmädchen 800.000 x 4,2% / 12 Monate ca. 2800€ pro Monat. Und das wird man ja nach Lage auch als Miete für ein Reihenhaus berappen müssen. Schon klar, dass das bei einem Haushaltsnetto von unter 5000€ vermutlich nicht darstellbar ist… >>> >>>gesendet mit m!client für iOS >> >>Das ist aber in der Tat eine unfassbare Milchmädchenrechnung. Wenn man zur Miete wohnt und die Heizung oder ein Rohr kaputtgeht, das Dach undicht ist etc.: Vermieter, mach. Wer im Eigenheim lebt, sollte einen entsprechenden Bertrag also monatlich zurücklegen. Ich zahle derzeit in der Eigentumswohnung 0,50 Euro pro qm Instandhaltungsrücklage, ab und zu, wenn größere Investitionen anstehen, erhöhen wir auf der ETV auch mal auf 1 Euro oder 1,50. Das sind demnach 50 - 150 Euro/Monat für eine 100qm Wohnung. Bei einem freistehenden Haus dürfte das noch deutlich kostspieliger sein, weil das Loch im Dach, der Heizungskessel oder das Wasserrohr ja nicht durch 20 Parteien geht, sondern eine Partei alleine das tragen muss. Und dass bei Unterzeichnung des Kaufvertrages 10% einfach weg sind, muss man auch sehen. > >Na klar, ich sag ja auch nicht, dass man das so machen soll ;) Aber es erklärt halt die hier mehrfach gestellt Frage, wie sich manche Leute das alles leisten können - wobei man ja auch nie weiß, welche Gelder da ggf. von Verwandschaft/Erbe etc. reinfließen. Ich kenne jetzt keine Leitlinien für Instandhaltungskosten bei EFH/DHH aber würde schon auch sagen dass man in der Größenordnung die Du nennst Rücklagen schaffen muss. Hängt natürlich stark vom Baujahr und Qualität ab. Bei einem soliden Neubau wird das Dach wohl zu Lebzeiten kein Thema werden. Der Punkt mit der Laufzeit ist glaube ich der wichtigere: bei 10 Jahren bekommt man halt die besten Angebote und 10 Jahre scheinen wohl für viele eine lange Zeit. Ich selber bin da super konservativ eingestellt und hab unseren Kredit für's Privathaus sogar 25 Jahre festschreiben lassen und dafür 0,2% Aufschlag in Kauf genommen.
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