Thema:
Stephen Baxter: Die letzte Flut flat
Autor: pacmanamcap
Datum:27.07.24 10:09
Antwort auf:Bücher Thread #6 von Matze

In Baxters "Flut" steigt von 2015 bis 2040 der Meeresspiegel 9 km und überflutet damit die komplette Landmasse der Erde.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von vier Personen, die für ein paar Jahre Geiseln von irgendwelchen Nahost-Terroristen waren und in Barcelona befreit worden sind. Eine der Geiseln hatte eine Tochter geboren, ihr Vater war ein vergewaltigender Saudi-Entführer.

Die Tochter, Grace, und die Suche nach ihr, wird für die Geiseln und ein paar mit der Befreiung in Verbindung stehende Personen zu einer zentralen Aufgabe.
Ein exzentrischer Milliardär (Baxter konnte sich damals wahrscheinlich nicht vorstellen, dass es Billionäre geben könnte) hat ein Interesse an den "Geiseln" und hält sie in seiner Nähe.

Die ersten Jahre steigt das Wasser recht langsam, aber trotzdem unerwartet schnell, ein Meter, zwei Meter, unfassbar! Dann innerhalb von ein paar Jahren erreicht der Anstieg 10 Meter, es kommt zu enormen Problemen, das Wetter wird verrückter, Stürme verheeren. Küsten müssen aufgegeben werden, London, New York sind überflutet.

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Baxter hat die Sache entspannt, wenig dramatisch, nie aufgeregt beschrieben. Und trotzdem sind die 750 Seiten spannend und unterhaltsam.
Nach 2/3 des Romans wird ein wichtiges Element eingeführt, ein Kreuzfahrtschiff wird in den Bergen gebaut und läuft durch die täglich um 50cm steigende Flut nicht zu Wasser gelassen, aber läuft aus und bietet ab dann für die Gruppe eine neue Heimat. Dieses Schiff wird Arche 3 genannt.

Im Folgeroman "Die letzte Arche" wird Arche 1 behandelt. Arche 2 leibt glaube ich ein Mysterium und wird nicht geklärt. Ich vermute eine in einen Berg eingelassene und verschlossene Bunker-Gesellschaft, die für immer autark agieren muss.

Arche 1 ist ein Raumschiff, das irgendwie wenige Prozent Lichtgeschwindigkeit erreichen kann.

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Dass ich den Roman seit 2017 nun schon zum zweiten mal gelesen habe zeigt, dass er großartig ist.


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