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| Autor: | MattR | ||
| Datum: | 01.07.24 08:32 | ||
| Antwort auf: | Re:Deshalb bin ich nach aktuellem Stand zur Rente weg von JPS | ||
>>>Ich hoffe das geht auf - momentan kann man mit der deutschen Kaufkraft ja zumindest noch für 40%-70% der Kosten in manchen Ländern leben. >>> >>>Wenn es die nächsten Jahre so weiter geht, wird aber selbst das bis zu meiner Rente in etwas über 10 Jahre noch eng. >> >>An welches Land denkst Du? > >Werde mir die ersten Jahre verschiedene Länder bzw. Städte im Rahmen längerer Aufenthalte anschauen, da man sich IMO nur bei längerem Aufenthalt ein vernünftiges Bild machen kann. Die rosarote Urlaubsbrille hilft bei solchen Entscheidungen eher nicht. > >Außerdem zumindest in den ersten Jahren nur Mieten statt Kaufen, um flexibel zu bleiben, falls es mir irgendwann doch nicht mehr gefällt. > >Bei einem Zeithorizont von max. 30 Jahren lohnt sich Kaufen in vielen der in Frage kommenden Orte ohnehin nicht, da der Immobilienmarkt im Gegensatz zu Deutschland eher überladen ist und viele leerstehende Wohnungen aufweist. Da ist Kaufen - gerade als unerfahrener Ausländer - eher eine schlechte Geldanlage. Kaufen würde ich den meisten der erwähnten Länder nicht. Spanien hat man das Problem mit den Hausbesetzern wenn man dort nicht ganzjährig verweilt und in Thailand etwa darf man als Ausländer keine Mehrheit an Grund und Boden besitzen da ist dann maximal ein Condo drin in dessen Gebäude der Ausländeranteil noch nicht zu hoch ist. Kaufen würde ich da aber eh nicht, man sieht ja wie schnell da immer alles verfällt weil sich kaum um Instandhaltung gekümmert wird. > >Kaufen wäre eigentlich nur eine Option, wenn das für die Erfüllung von Visabedingungen zwingend nötig ist oder um sich dann wirklich irgendwo komplett nach eigenen Vorstellungen einzurichten, wenn man sich 100%ig sicher ist. > >Da ich kein (Multi-)Millionär bin und mit einem Mix aus Rente + Ersparnissen klar kommen und auf ca. 30 Jahre planen muss, kommen nur Länder in Frage, die mich mit dem Geld überhaupt langfristig reinlassen und dabei günstiger sind als Deutschland oder bei gleichen Kosten einen spürbar höheren Lebensstandard ermöglichen. > >Momentan habe ich dabei größere Städte in Südostasien, die Kanaren, Portugal + Spanien auf dem Schirm. Bin kein "Naturbursche", sondern will eher was mit vielen Kulturangeboten, vielfältigen Restaurants und vernünftige Krankenhäuser im näheren Umfeld. Das erhöht die Kosten entsprechend, da Großstädte immer deutlich teurer sind als irgendwo auf dem Land. Ich habe die letzten 3 Winter auf Teneriffa verbracht, für mich wäre das auf Dauer nichts eben weil es keinerlei Großstadt Feeling gibt und ich mir Berge etc. lieber im vorbeifahren aus dem Auto ansehe als da hoch zu laufen. > >Ländliche Gebiete sind gerade in Südostasien nochmal ein ganz anderes Ding. Das ist nicht wie hier irgendwo auf dem Land zu leben, sondern dann tatsächlich eine Zeitreise in die Vergangenheit, während die Großstädte in vielen Aspekten alles wegblasen was Deutschland in seinen Großstädten zu bieten hat. > >Osteuropa und Südamerika sind mir gefühlt zu unsicher, wobei ich mich da in den nächsten Jahren auch noch genauer informieren werde. Irgendwelche Gated Communities gäbe es dort sicher auch, aber dann kann ich auch gleich per All-Inklusive-Reisen zwischen verschiedenen Ländern springen, wenn ich mich nur auf so kleinem Raum sicher bewegen kann. Ja da kommt bei mir kein Sicherheitsgefühl auf. > >Genau planen kann man es ohnehin noch nicht, da sich in 10 Jahren die Bedingungen, wie Visa, Kaufkraft, Umweltbedingungen, Luftverschmutzung in den Wunschstädten, etc. noch ändern können. > >Südostasien (dort vor allem Thailand, Malaysia, Philippinen, Vietnam) ist momentan mein Favorit, da dort das Geld auch noch für eine gute Betreuung ausreichen würde, während ich bei Kanaren und Südeuropa wohl eher nach Deutschland zurück müsste, sobald ich mich nicht mehr 100%ig selbst verpflegen kann. Thailand buhlt ja massiv um Rentner, da gibt es eigene Visa Programme aber die doktoren gerade an ihren Steuermodellen herum. Wenn muss es schon eine Kombination aus Land sein das keine Auslandseinkünfte versteuert und einem Land wo das Geld liegt wo auch nicht versteuert wird, wenn man dort nicht wohnt. Wie Du aber auch schreibst das kann sich schnell wieder ändern. In Thailand gibs seit Ende lezten Jahres auch gefühlt alle 4 Wochen Änderungen ob jetzt das Welteinkommen versteuert wird oder nicht. > >Was die Sprache angeht, kommt man in den Großstädten mit Englisch für den Anfang ganz gut durch bzw. ist Englisch in einigen dieser Länder durch deren Vergangenheit Amtssprache (Philippinen) oder weit verbreitet (Malaysia). Ja Englisch spricht für die Philipinen aber, ich war mal in Manila, die Temperaturen sind angenehmer als etwa Bangkok im Sommer aber die Infrastruktur ist viel schlechter. > >Auf Dauer müsste ich mir aber zumindest mittleres Niveau aneignen - das gilt aber auch in Südeuropa, ist also auch kein so großer Nachteil - dann hat man zumindest gleich mal eine Aufgabe und über entsprechende Kurse auch einen ersten Anschluss. Spanien hat man halt oft das Problem mit den lokalen Sprachen etwa Mallorca mit Mallorquinisch. (Ich war noch nie auf Mallorca) > >Vorteil bei Südeuropa und Kanaren ist die EU-Mitgliedschaft, was die Sache mit Visum und generell den Verwaltungsaufwand entschärfen würde. Auch ist die Luftqualität dort besser. Ob die EU Mitgliedschaft in allen Bereichen vorteilhaft ist? > >Von der Mentalität sagen mir Asiaten aber mehr zu als Südeuropäer. Auch wären dann günstige Urlaube in Japan, Singapur, etc. möglich, wo ich mir einen dauerhaften Aufenthalt eher nicht leisten kann. Auch schreckt mich das schlechte Englisch der Japaner ab, da das die ersten Jahre recht hart machen würde. Da kann man imho nicht pauschalisieren. Selbst zwischen Japan und Süd Korea liegen Welten was die Mentalität angeht. > >Nachteil an Südostasien sind hauptsächlich die in bestimmten Monaten sehr schlechte Luftqualität und die Visabedingungen, die man fast nur mit Visaruns bzwl. Springen zwischen mehreren Ländern oder Städten umgehen kann, wenn man sich nicht sehr hart committen will. > >Aber das sollte zumindest in den ersten Jahren noch kein Problem sein - wenn ich das gesundheitlich schon bei Renteneintritt nicht mehr packe, kann ich mir das Auswandern auch gleich sparen. > >Ein Thread zu dem Thema wäre IMO auch interessant. |
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