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| Autor: | chifan | ||
| Datum: | 14.06.24 11:28 | ||
| Antwort auf: | Bücher Thread #6 von Matze | ||
Beeindruckendes kleines Werk welches mich an manchen Stellen innehalten ließ und in welchem Fosse auf 120 Seiten vom ersten und letzten Tag im Leben eines einfachen Fischers schreibt. Insbesondere sprachlich hat mich das Ganze doch ziemlich beeindruckt. Mit Ausnahme von zwei Stellen verzichtet Fosse komplett auf Satzzeichen am Ende eines Satzes und lässt diese einfach ineinander übergehen. Und nicht nur diese sondern auch die Wechsel zwischen den Perspektiven der Personen sind ein ineinander auf- und übergehen. Der trotz allem klar strukturierte Text selbst ist ein Gedankenstrom der handelnden Personen, wo jeder noch so kleine Gedanke erfasst ist, Gedanken immer und immer wiederholt werden, wo man merkt wie sich die Verwirrtheit Bahn bricht. Das ist alles ziemlich gut geschrieben und das Ganze entwickelte einen derartigen Sog, dass ich die 120 Seiten quasi in einem Rutsch durchgelesen habe. 5/5 Buch: [https://amzn.to/45nV4ex] Mal schauen ob ich mich noch an was längeres von Fosse wage. Ich habe für den Einstieg bewusst den kurzen Roman gewählt, weil ich befürchte, dass Fosses Nähe zum Katholizismus, die Themen Glaube und Religion zu viel Platz in seinen Roman einnehmen. Insbesondere seine Heptalogie (Der andere Name / Ich ist ein Anderer / Ein neuer Name) würde mich sonst schon reizen. Hat die vielleicht schon jemand gelesen? |
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