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| Autor: | _bla_ | ||
| Datum: | 05.02.24 22:13 | ||
| Antwort auf: | Re:Interview zu den aktuellen Demos & zum Umgang m d AfD von Telemesse | ||
>Ich hab am Wochende einen kurzen Kommentar gelesen, denn ich sehr zutreffend fand: > >„Es ist eben kein Protest „für die Demokratie“, sondern gegen den Verlust der Meinungsführerschaft linker Kreise. „gegen rechts“ ist keine verkürzte Forderung, die Extremismus meint, sondern bewusst gewählt.“ > >Stammt von einem FDP Landtagsmann. Den Namen weiß ich leider nicht mehr. >Es ist durchaus so, daß die Demos fast ausschließlich als „gegen Rechts“ propagiert werden und auch oftmals wie z.b. in München selbst von der Veranstalterin z.b. CSU und Freie Wähler als unerwünscht deklariert werden. Und du meinst ernsthaft das es die Demos auch geben würde, wenn die Union auf 40% stehen würde, und die AfD weiter auf den ca. 10% der letzten Bundestagswahl stehen würden? Zudem ist es in Deutschland doch sehr Jahren normal, dass rechts eben häufig als Synonym für rechtsextrem verwendet wird, bswp. von Jan Fleischhauer beobachtet: Niemand in Deutschland, der noch bei Trost ist, bezeichnet sich selbst als rechts. Bürgerlich vielleicht, oder konservativ, aber selbst das nur mit angehaltenem Atem. Rechts ist nicht die andere Seite des Meinungsspektrums, es ist ein Verdammungsurteil. Das kann man natürlich kritisieren. Ich würde dem FDP Landtagsmann auch in soweit Recht geben, als das ich den Correktiv-Bericht nur für den Anlass, nicht aber den Grund für die Proteste ansehen. Der Grund liegt imho aber nicht in einer Verlust der Meinungsführerschaft, die Union war ewig an der Macht und es hat niemanden gestört. Wenn die SPD mal an der Macht war, dann mit Kandidaten aus dem rechten Flügel der SPD wie Schröder oder Scholz. Imho liegt die Ursache in dem Erstarken der AfD und das die Union unter Merz eben keinen klaren Brandmauerkurs fährt, sondern stattdessen auch mal faktisch falsche Behauptungen über Ausländer aufstellt, wie diese Zahnarztbehauptung. Das war halt nicht einfach nur suggestiv, sondern schlicht faktisch falsch. >Ach komm, das meinst du doch nicht ernst. Das sind ganz offensichtliche Suggestivvergleiche. Die dienen einzig dazu das Gesagte mit den erwünschten Bildern im Kopf zu verknüpfen. Die Buzzwords die die Schlagzeilen bestimmen und die bei der Masse hängen bleiben sind: Geheimtreffen, Wannseekonferenz, Nazis, Juden, Migranten, Deportation, Madagskar, Vernichtung. >Kann man machen, wenn man es in dem Kontext für angemessen hält. Man sollte sich dann aber nicht doof stellen und versuchen ein offensichtlich verwendetes Stilmittel mit einer völlig klaren Intention als bei der doofen Masse als mißverstanden deklarieren zu wollen. Natürlich ist das ein Stilmittel und dient auch dazu Emotionen hervorzurufen. Aber das ist eben schon vorsichtig formuliert, da wird eben nicht Wahrheit und Fiktion vermischt. Und man kann auch nicht erwarten, das es einerseits völlig akzeptabel ist, wenn emotionale Sprache, Suggestion und häufig auch schlicht Falschmeldung von der AfD genutzt werden, aber von der anderen Seite verlangt wird auf jegliche Emotionalisierung zu verzichten. >Es ist doch auch völlig offensichtlich worum es den Correctiv Leuten ging. Es ging um das völlige Dämonisieren der AFD. Dabei spielt es dann auch eigenartigerweise gar keine Rolle, das die AFD gar nicht der Veranstalter war und neben einigen wenigen AFD Leuten auch, zahlenmäßig sogar mehr, CDU, Werteunion und andere Leute anwesend waren. Von denen wird aber kaum gesprochen. Nur sind die AfD Leute dort eben durchaus Leute mit Einfluss wie Bundestagsabgeordnete, der Fraktionsvorsitzender der AfD Sachsen-Anhalt usw. dabei gewesen, während niemand von auch nur ansatzweise vergleichbarer Position aus der Union dabei war. >Mir geht es hier auch nicht darum irgendwen in Schutz zu nehmen oder irgend etwas zu rechtfertigen. Ich frage mich nur wohin diese Art der Berichterstattung noch führen soll. Alles wird nur noch auf das absolut maximale dramatisiert. Auf der einen Seite das abgrundtief Böse, auf der anderen Seite die weißen Ritter angeführt vom furchtlosen Olaf, auf dem Weg in die ultimative Schlacht um die Demokratie. Wer nicht bedingungslos für uns ist, ist gegen uns. Du beschwerst dich über emotionalisierte Berichterstattung, und schreibst dann ernsthaft das? |
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