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| Autor: | Telemesse | ||
| Datum: | 25.11.23 21:47 | ||
| Antwort auf: | Re:Wie wäre es einfach mal mit sparen von Lord Chaos | ||
>>Es spielt überhaupt keine Rolle ob es sich davon fürstlich leben läßt oder nicht. Das einzige was eine Rolle spielt, ist die Frage ob jemand in der Lage wäre sein Leben durch Arbeit selbst zu finanzieren. >> >>>Dass das Thema Arbeit und Flüchtlinge auch nochmal ein wenig komplexer ist als es der Stammtisch gemeinhin denkt, sei auch nochmal angemerkt. >> >>Du bist doch jetzt in Portugal. Sprichst du Portugiesisch? Arbeitest du da oder bekommst du Bürgergeld oder etwas vergleichbares? > >Dass ich hier arbeiten kann, hat unter anderem auch etwas mit meinem Pass zu tun, der mir das überhaupt ermöglicht - willst du das allem Ernstes mit Flüchtlingen vergleichen? Oder auch, dass meinen Arbeitgeber sprachlich lediglich meine Deutsch- sowie Englischkenntnisse interessieren? > Also die Ukrainer brauchen nur einen Antrag bei der Ausländerbehörde zu stellen und bekommen sofort eine Arbeitserlaubnis. Und du möchtest doch jetzt nicht ernsthaft behaupten, das jemand der nicht gerade geistig minderbemittelt ist, nicht in der Lage wäre sich in einigen Monaten rudimentäre Sprachkenntnisse anzueignen, die i.d.R. ausreichen um wenigstens Hilfstätigkeiten in Gastro-, Hausmeister- oder Reinigungsdiensten auszuführen? In z.b. Asiatischen Lokalen hat man es häufig auch nicht gerade mit rethorisch geschulten Germanisten zu tun und dennoch schaffen die es problemlos einen funktionierenden Service hinzukriegen. Und auch auf dem Bau gibt es z.b. jede Menge Osteuropäer die sich sprachlich schwer tun und dennoch oft zu den zuverlässigsten und engagiertesten Mitarbeitern gehören. >Wieviele Betriebe gibt es denn so im Deutschland, bei denen es Usus ist, dass komplett in Englisch kommuniziert wird? > >EDIT: Nebenbei, ich hatte in den letzten 2-3 Jahren alle andere als ein einfaches Leben, weswegen ich den Schritt gegangen bin. Aber ch würde im Leben das nicht mit dem vergleichen, was Flüchtlinge durchmachen mussten, bis sie im Deutschland angekommen sind, und ich kann im Gegensatz zu den meisten Flüchtlingen auch jederzeit wieder nach Deutschland, ohne Angst haben zu müssen, dass ich verhungere, wegen meiner Meinung im Knast lande usw. Eben und gerade deswegen sollte doch der Wille und die Bereitschaft bei Flüchtlingen nochmal deutlich größer sein sich schnellstmöglich zu integrieren und Teil der Gesellschaft zu werden, das passiert aber eben hauptsächlich durch Teilnahme am Berufsleben und die daraus resultierenden sozialen Kontakte. Soziale Gerechtigkeit heißt eben auch das jeder sich einbringen muss so gut er kann. Denn nur dadurch ergibt sich überhaupt die Möglichkeit diejenigen zu unterstützen, die aufgrund von Krankheit, körperlicher Leiden oder Erziehungspflichten auf die Hilfe der Solidargemeinschaft angewiesen sind. |
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