Thema:
Re:Interessante Kolumne von Deborah Feldman... flat
Autor: Mampf
Datum:18.11.23 16:34
Antwort auf:Re:Interessante Kolumne von Deborah Feldman... von suicuique

>>>>>>[https://www.theguardian.com/commentisfree/2023/nov/13/germany-jewish-criticise-israel-tv-debate]
>>>>>>Krokant, aber nicht falsch - wie man ja auch hier im Forum sieht.
>>>>>
>>>>>Das sehe ich nicht wirklich, die Israelische Regierung wird praktisch pausenlos kritisiert ohne das es dafür Antisemitismusrufe gäbe. Ich habe bei dem Text eher das Gefühl, das ist jemand eingeschnappt, weil ihre Position in der Talkshow nicht die Resonanz gefunden hat, die sie erwartet hat.
>>>>
>>>>
>>>>Ach herrje. Ich glaube eher, du ubersiehst ihre Perspektive als deutsche Jüdin
>>>
>>>Ich finde die Kolumne leider auch schwach. Übersehe ich auch ihre Perspektive als deutsche Jüdin? Oder gestehst Du mir zu ihre Perspektive nicht zu übersehen und dennoch anderer Meinung sein zu können? :)
>>
>>Ich finde es sehr anmaßend jemanden mit so einer Ausführung zu unterstellen, die Person sei eingeschnappt.
>>
>>Wenn du meinst, sie sei schwach, dann kann icb nciht anders, als das hinnehmen. Ohne Begründung kann ich aber dazu nichts sagen.
>




So, hat was gedauert, aber jetzt aber ich die notwendige Zeit und das kühle Gemüt, mehr oder weniger sachlich zu antworten ;)

Zunächst schau dir den ast genau an. Killersepp stellt eine kollumne vor und unterstreicht einen gewissen Punkt. Die kolumne an sich beleuchtet verschiedene aspekte des öffentlichen Diskurses zum Themenkomplex.
Und killersepp stellt einen aspekt heraus und benennt ihn als treffend (muslime sollten sich vorher von Gewalt der hamas distanzieren bevor... Vs der Umgang mit den opfern auf der palästinensischen Bevölkerung.)

Daraufhin kommt bla mit der Kritik an der Aussage, man könne nicht israel kritisieren, ohne als amtisemit zu gelten, und  haut pauschal raus, der gesamte text sei inhaltlich von einem persönlichen kränkung geprägt...

Und diese saloppe zusammemfassung kreide ich an. Die kollumne holt weiter aus und benennt viele Aspekte über die durchaus diskutiert werden kann.
Und gerqde bla_, der sich gerne als sachlich und fachlich darstellt kreide ich dann solche tiefschläge gerne besonders an.

>Er hat es begründet, aber ich kann es gern noch mal wiederholen.
>Folgender Absatz aus ihrer Kolumne ist schlicht falsch:
>As a result, the understandings I’ve reached about the geopolitical developments of the past three decades are the result of private conversations, safely tucked away from the judgmental eyes of a German society eager to lecture us on how any criticism of Israel is antisemitic.


Halte ich auch für deutlich überspitzt. Dass Kritik an Israel hier in D besonders kritisch betrachtet wird ist durchaus der Fall. Dazu gibt es einen guten Grund, aber da wird, je nach Fall und Situation, mal mehr mal weniger die antisemitismus keuke ausgepackt. Je nachdem wen man fragt, wird aber Israel in den medien zu wenig, oder zu extrem kritisiert. Aus sicht einer öffentlichen Person von Interesse , vor allem Politikern, sollte man sich aber durchaus sensibel zu der Thematik äußern. Macht wie gesagt im historischen Kontext deutlich sinn, hat aber langfristig zu einer sehr gehemmten Umgang mit dem Nahost  Konflikt geführt.
Und eben hier beziehe ich mich darauf mit ihrer persönlichen background. Da sollte man sich mal versuchen hineinzuversetzen



>
>Und Sätze wie " ... replaced by the louder ones of Germans whose Holocaust-guilt complexes cause them to fetishise Jewishness to the point of obsessive-compulsive embodiment." halte ich in dieser Formulierung für gefährliches und dummes Gewäsch.


Hmm, weiß nicht, je nach politischen milleus ist da was dran. Und gerade da beziehe ich mich ebenfalls auf Ihrem jüdischen background.



>
>Sie schreibt doch in der Kolumne selbst mehrfach wie sehr sie das emotional betrifft ("I threw out the script and said it all, with my heart now beating so fast I could hear it in my ears, my breath short and my voice shaky>>>>>>[https://www.theguardian.com/commentisfree/2023/nov/13/germany-jewish-criticise-israel-tv-debate]
>>>>>>Krokant, aber nicht falsch - wie man ja auch hier im Forum sieht.
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>>>>>Das sehe ich nicht wirklich, die Israelische Regierung wird praktisch pausenlos kritisiert ohne das es dafür Antisemitismusrufe gäbe. Ich habe bei dem Text eher das Gefühl, das ist jemand eingeschnappt, weil ihre Position in der Talkshow nicht die Resonanz gefunden hat, die sie erwartet hat.
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>>>>Ach herrje. Ich glaube eher, du ubersiehst ihre Perspektive als deutsche Jüdin
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>>>Ich finde die Kolumne leider auch schwach. Übersehe ich auch ihre Perspektive als deutsche Jüdin? Oder gestehst Du mir zu ihre Perspektive nicht zu übersehen und dennoch anderer Meinung sein zu können? :)
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>>Ich finde es sehr anmaßend jemanden mit so einer Ausführung zu unterstellen, die Person sei eingeschnappt.
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>>Wenn du meinst, sie sei schwach, dann kann icb nciht anders, als das hinnehmen. Ohne Begründung kann ich aber dazu nichts sagen.
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So, hat was gedauert, aber jetzt aber ich die notwendige Zeit und das kühle Gemüt, mehr oder weniger sachlich zu antworten ;)

Zunächst schau dir den ast genau an. Killersepp stellt eine kollumne vor und unterstreicht einen gewissen Punkt. Die kolumne an sich beleuchtet verschiedene aspekte des öffentlichen Diskurses zum Themenkomplex.
Und killersepp stellt einen aspekt heraus und benennt ihn als treffend (muslime sollten sich vorher von Gewalt der hamas distanzieren bevor... Vs der Umgang mit den opfern auf der palästinensischen Bevölkerung.)

Daraufhin kommt bla mit der Kritik an der Aussage, man könne nicht israel kritisieren, ohne als amtisemit zu gelten, und  haut pauschal raus, der gesamte text sei inhaltlich von einem persönlichen kränkung geprägt...

Und diese saloppe zusammemfassung kreide ich an. Die kollumne holt weiter aus und benennt viele Aspekte über die durchaus diskutiert werden kann.
Halte aber bla-

>Er hat es begründet, aber ich kann es gern noch mal wiederholen.
>Folgender Absatz aus ihrer Kolumne ist schlicht falsch:
>As a result, the understandings I’ve reached about the geopolitical developments of the past three decades are the result of private conversations, safely tucked away from the judgmental eyes of a German society eager to lecture us on how any criticism of Israel is antisemitic.
>
>Und Sätze wie " ... replaced by the louder ones of Germans whose Holocaust-guilt complexes cause them to fetishise Jewishness to the point of obsessive-compulsive embodiment." halte ich in dieser Formulierung für gefährliches und dummes Gewäsch.
>
>Sie schreibt doch in der Kolumne selbst mehrfach wie sehr sie das emotional betrifft ("I threw out the script and said it all, with my heart now beating so fast I could hear it in my ears, my breath short and my voice shaky.")
>Daraus abzuleiten, dass diese Kolumne eine direkte Fortsetzung ihrer emotionalen Position ist die zuviele Aspekte versimplifiziert, halte ich nicht für so falsch dass es nur auf einem Missverständnis ihrer Herkunft beruhen kann. Nope.
>
>>Und dass dann dabei solche Arschlocher wie Netanjahu für ihre schlechte Politik dann als Regierungsvertreter indirekt hoch gehalten und verteidigt werden ...
>
>Wer hier im thread hält Netanjahu hoch und verteidigt seine Politik? Ich teile diesen Eindruck in keinster Weise.


Ich schreibe doch indirekt, umd beziehe mich keineswegs allein auf das forum . Vieles von dem was ist lag und liegt mit in seiner Verantwortung.  Und dann diese unsägliche uneingeschränkte Solidarität mit Israel (ich finde, man müsste da die israelische Bevölkerung betonen und die Regierung bewusst ausklammern) die eben indirekt eine Netanjahu Regierung hoch hält, wo ebem große Teile israels aber offensichtlich auch einie im der Diaspora lebende Juden als unangenehm empfinden....

 



> ich nicht für so falsch dass es nur auf einem Missverständnis ihrer Herkunft beruhen kann. Nope.

Ich denke schon, dass es da ein mangel an Empathie und Verständnis vorherrscht.


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