Thema:
Re:0,25 Prozent Grenze soll angehoben werden flat
Autor: MattR
Datum:07.11.23 18:21
Antwort auf:Re:0,25 Prozent Grenze soll angehoben werden von Zinkhal

>>>>>>Lächerlich. Der Zuschuss für den normalen Kunden wird abgeschmolzen / abgeschafft aber für die Firmenwagen Klientel setzt man sogar noch einen drauf
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>>>>>>[https://www.schrittmacher-kanzlei.de/neuregelung-dienst-firmenwagen-anhebung-der-beguenstigung-auf-einen-bruttolistenpreis-bis-80-000-eur/]
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>>>>>>Was ein Kasperverein :(
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>>>>>Ist noch nicht verabschiedet. Gilt aber als unwahrscheinlich, dass das noch aus dem Gesetzesentwurf gestrichen wird. Bin nur etwas irritiert, dass ein Gesetzesentwurf bereits überall als ausgemachte Sache verkauft wird. In unserem (zugekauften) Newsletter stand das auch schon so drin. Fand ich vom Verlag etwas unglücklich.
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>>>>>Die meisten Neuzulassungen sind halt auch betriebliche Pkw. Ist halt die Frage, was die Regierung genau erreichen will. Vermutlich mehr E-Autos auf unseren Straßen. Der beste Hebel ist daher die betrieblichen Zulassung in eine Richtung hin zu beeinflussen. Bei einer Grenze von TEUR 80 werden vermutlich noch mehr Selbständige/Arbeitnehmer zum E-Auto wechseln. Natürlich hätte man auch einfach Hybridfahrzeuge aus der 0,5%-Versteuerung rausnehmen können. 0,5% ausschließlich für E-Autos hätte als Anreiz vermutlich gereicht, damit gewechselt wird. Insofern ist da sicherlich ordentlich Lobby-Arbeit gemacht worden. Gerade, wenn man sich anschaut, wie viele Hybrid-Modelle zuletzt noch auf den Markt gekommen sind.
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>>>>Sehe ich auch so.
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>>>>Hybrid immer noch mit 0,5 ist für mich ein Witz und hätte raus gehört. Dafür 0,5 für E und gut ist. Bzw. erledigt sich das bei neuen Autos ja eh bald. Da hätte man auch mal einfach direkt schon ab 2025 oder so auch da auf 1 Prozent stellen sollen.
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>>>Es war ja angeblich in der Diskussion, dass man bei Hybrid-Fahrzeugen einen Elektroanteil von X-Prozent nachweisen muss. Wäre technisch gesehen leicht zu erbringen gewesen. Hybrid ist ja nicht per se schlecht. Nur die tatsächliche Nutzung vieler Hybrid-Fahrer macht so einfach keinen Sinn. Da wirkt weder durchdacht noch konsequent von unserer Regierung.
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>>Puh. Na ja, ich weiß ja nicht ob das leicht gewesen wäre. Wenn ich schon mal sehe, wie schwer sich die Firmen und Berater schon mal mit einfacheren Nachweisen tun.
>>Ich denke mal für einen akkuraten Nachweis müsste der Hybrid ja irgendeine Datei exportieren können, die den Anteil elektrisch gefahrener KM für Jahr X belegen kann. Keine Ahnung ob das geht / die das eh machen.
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>Die Daten sind bereits vorhanden. In meinem alten BMW sowie im neuen Audi kann ich mir jederzeit anzeigen lassen, wie das Verhältnis Benzin/Elektro auf die Gesamtkilometer ausfällt. Das dürfte also technisch kein Problem darstellen.
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>>Jedoch hätte es mich sehr gefreut wenn das so durch gekommen wäre. Hätte so manches einfaches Mehrergebnis bei der Prüfung gebracht :D
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>>>Bezüglich der 1%-Prozent-Regelung im allgemeinen hätte ich Bedenken. Viele junge Gebrauchtwagen (3 Jahre, unter 100.000 km) sind ja gerade für Privatkäufer interessant, da der schlimmste Wertverlust bereits realisiert wurde. Diese Wagen bestehen größtenteils aus Leasingrückläufern. Würde man die Anreize bei betrieblichen E-Pkws signifikant kürzen oder gar streichen, würde sich das auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt bemerkbar machen.
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>>Ja, das der Markt den ersten Gebrauchtmarkt füttert ist mir auch klar. Aber all die Leute die in meinen Augen eh unnötig subventionierte PKW fahren müssten auch ohne Steuergeschenke eines besitzen.
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>Ohne Steuergeschenke wäre das Verhältnis von Benzin/Elektro aber ein anderes. Zumindest wäre das meine Einschätzung. Warum deutlich mehr Kohle für ein Elektroauto ausgeben? Da wird im Regelfall gerechnet, was wirtschaftlich die beste Variante für einen ist und fertig. Ökologische Gesichtspunkte spielen da bei vielen keine Rolle (siehe Hybrid bei schwachsinniger Nutzung). Sehe ich doch auch bei meinen Angestellten.
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>>Die Durchlauf Zeiten hätten sich vielleicht um zwei Jahre verlängert aber ich denke das hätte sich eingependelt und vielleicht, ganz vielleicht hätten sich gerade die Deutschen Hersteller mal mit ihrer abgefuckten Aufpreispolitik beschäftigen müssen. Ne, auf lange Sicht sehe ich da nicht nur Nachteile für den Selbstzahler eines Fahrzeuges.
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>Die Durchlaufzeit würde sich vermutlich bis 2035 verzögern bzw., wie oben geschrieben, der Elektro-Anteil deutlich niedriger ausfallen.
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>>Edit: siehe auch MattRs Beitrag
>>[https://www.maniac-forum.de/forum/pxmboard.php?mode=message&brdid=6&msgid=5298797]
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>>Es ist auch ohne extra Förderung noch günstiger das Leasing über die Firma zu beziehen, selbst wenn der Betrag voll versteuert werden müsste.
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>Das Beispiel von MattR ist etwas überholt. Die Leasingraten sind inzwischen (auch bei den Flottenverträgen) deutlich teurer geworden. Zumal die Restwertkalkulation von E-Autos ein Problem darstellt. Hiernach bemisst der Hersteller auch die Leasingrate. Alle Leasingangebote für Benziner waren in meinem Fall günstiger (trotz ähnlichem Listenpreis) als bei vergleichbaren E-Varianten des gleichen Herstellers.


Der Wagen wurde 2018 geleast. Bei der jetzigen Firma sind die Konditionen nicht so toll, ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust mehr auf die Standard Kisten wie 5er etc.

Aktuell soll es sich doch aber wieder etwas beruhigen?

Bezüglich Elektro weiß ich noch, dass die Firma damals die Wagen anbieten wollte aber sich alle Leasing Gesellschaften geweigert haben die zu verleasen da der Restwert nicht kalkulierbar war. Wir hatten dann einen Model S falls man mal zu einem Öko Kunden fahren musste aber selbst den musste die Geschäftsführung der Leasing Gesellschaft persönlich abzeichnen.

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>>>Dann würden viele betriebliche Pkws wieder Benziner oder Diesel sein (zumindest bis zu deren Verbot). Damit die Umstellung auf E auch flächendeckend geschehen kann, muss der Gebrauchtwagenmarkt auch was hergeben. Das wird sich die nächsten Jahre sicherlich auch noch (zugunsten E) einpendeln. Viele sind jetzt erst gewechselt. Viele von diesen Wagen kommen erst noch wieder in den Kreislauf. Das würde ich als Gesetzgeber nicht abwürgen wollen.
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>>Die reinen Stromer sind meiner Erfahrung nach hier noch sehr selten in Firmen. Aber ist vielleicht auch was spezifisches fürs Land.
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>>>>>Ich will aber auch ehrlich sein. Würde es keinerlei Vergünstigungen auf Hybrid/E-Autos geben, würde ich deutlich mehr abwägen. Das kann man jetzt durchaus kritisieren, denke aber, dass es viele gibt, die so denken.
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>>Klar wird das so sein.
>>Mich käst es aber an ständig Panamera Hybrid, Cayenne Hybrid, Volvo XC 90 und ähnliche Super Panzer zu sehen für die die Leute, die es nicht nötig haben, dank steuerlicher Förderung fast nix zahlen müssen.
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>>Daher wäre ich für: 1 Prozent Regelung (wenn überhaupt) für reine E Autos, abseits davon keine steuerliche Subventionen für Verbrenner oder Hybride. Und den maximalen Bruttolistenpreis dafür bei 60k lassen.
>>Die Bafa hat man ja auch für private Käufer weg hauen können, da wäre es nur recht gewesen auch die Förderung für Firmenwagen so zu halten.


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