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| Autor: | Pezking | ||
| Datum: | 28.10.23 10:17 | ||
| Antwort auf: | Den Schulen kann das Thema nur entgleiten von thestraightedge | ||
...was ja auch kein Wunder ist bei einem Konflikt, der seit Jahrzehnten ungelöst ist, für den nicht ansatzweise ein fairer und gangbarer Kompromiss zu existieren scheint und bei dem sich beide Seiten nur wünschen, dass die andere am besten einfach weg ist. Dazu noch ein völlig vergifteter Diskurs, ein maximal einseitiger Boulevard mit akutem Faible für Islamophobie und eine hiesige Öffentlichkeit, die sich vor dem 7. Oktober einen Dreck um den Nahost-Konflikt geschert hat und plötzlich meint mit übertriebenem Eifer irgendeine Schwarz-Weiß-Denke dazu an den Tag legen zu müssen und schnell dabei ist, jede Form von Solidarität mit Palästinensern als Terror-Unterstützung abzutun - oder jede Solidarität mit Israel als Bekenntnis zu Rassismus und Imperialismus. IMO kann man sich diesem Konflikt in der Schule nur so akademisch wie nur irgendwie möglich annähern. Komplett nüchtern die Historie des Konflikts vermitteln, die Positionen und das Selbstverständnis beider Seiten erläutern, und auf diesem Wege erklären, warum wir aktuell in dieser schier ausweg- und hoffnungslosen Situation stecken. Und dazu vielleicht noch die Medienwelt unter die Lupe nehmen und wie unangemessene Verkürzungen den öffentlichen Diskurs versauen. Und dass man manchmal leider nicht mehr tun kann als Hass und Gewalt zu verurteilen und die unschuldigen Opfer zu bedauern. Ist vielleicht auch nicht die schlechteste Lektion: Man muss sich nicht bei allen Themen auf eine Seite schlagen und diese dann verteidigen wie Ultras ihren Fußballverein. |
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