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| Autor: | Killersepp (deaktiviert) | ||
| Datum: | 25.10.23 20:27 | ||
| Antwort auf: | Re:Wer die Reaktion Israels verstehen will… von Droog | ||
>>Ist es nicht grausam und unmenschlich, wenn Menschen durch Bomben sterben? Oder denen, die durch Wassermangel oder fehlende Hygiene jämmerlich in den Trümmern krepieren? Strom und Wasser sind nämlich in Gaza weiterhin abgestellt. Kollateralschäden sind das eine, aber was Israel macht ist keine Selbstverteidigung mehr, es ist Vergeltung. Es wurden bereits jetzt mehr palästinensische Kinder getötet, als es beim Terrorangriff der Hamas israelische Opfer gab. >> >>Ich weiß, Opfer gegeneinander aufwiegen ist zynisch. Aber ich finde den Tod von Unschuldigen halt generell Scheiße, und irgendwie scheinen mir hier (und im "Westen" generell) viele Leute zu vergessen, dass es auch sehr, sehr viele unschuldige Opfer unter den Palästinensern gibt. > >Diese ganze Situation haben wir jahrhundertelangen Judenhass zu verdanken insbesondere von 33-45. Im übrigen haben die Nazis erst den Judenhass während ihrer Terrorschaft unter den Arabern so richtig salonfähig gemacht. Das ist mir ein bisschen zuuuu verkürzt. Sicher haben die Nazis den Antisemitismus im Nahen Osten erheblich mitangefacht - aber letztendlich ist Antisemitismus ja nicht die eigentliche Ursache dieses Konfliktes, sondern eher ein Symptom und Verstärker (genau wie Religion übrigens). Im Kern ist der Palästinakonflikt ein schnöder, materialistischer Konflikt um Land - idealistische Faktoren spielen da nur die zweite Geige. Abgesehen vielleicht von dem Gedanken nach Rache und Vergeltung, der auf beiden Seiten schwelt. Es gab schon in den 20ern vereinzelte Gewalttaten gegen palästinensischen Juden, und schon beim Unabhängigkeitskrieg 1948 beging Israel Kriegsverbrechen (inwieweit da das kollektive Trauma der Shoa zu beigetragen hat, führt jetzt hier zu weit). Wenn man eine Hauptursache ausmachen will, dann taugt da am ehesten die katastrophale Kolonialpolitik der Briten nach dem 1. WK, aber auch das ist ein wenig zu verkürzt, weil die zionistische Bewegung (die übrigens kaum etwas mit dem heutigen "Zionismus" zu tun hat, aber das nur am Rande) ja schon Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Etc. pp. >Und wer bis heute immer noch nicht die geringsten misanthropischen Züge vorweist, dem zolle ich Respekt. Oh ja, dito. (Falls das an mich gerichtet war: Ich habe ganz sicher misanthropische Züge, lmao.) Das Traurige ist ja auch, dass einfach keine realistische Lösung in Sicht ist. |
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