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| Autor: | Mampf | ||
| Datum: | 25.10.23 13:41 | ||
| Antwort auf: | Ich verstehe vieles, deshalb bin ich hoffnungslos. von Pezking | ||
>Ich sehe den ganzen Konflikt, kann grundsätzlich die Motive, Beweggründe und Ziele fast aller Seiten nachvollziehen und verdamme dabei natürlich auch alle, die vorsätzlich eine Gewalteskalation herbeiführen. > >Die Hamas ist absoluter Abschaum und muss natürlich bekämpft und bestenfalls auch vernichtet werden. Deren Gräueltaten sind deckungsgleich mit den schlimmsten Auswüchsen von Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg. Wer derart unaussprechliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt, hat damit so ziemlich alles verwirkt. > >Aber ich stimme auch dem UN-Generalsekretär zu, wenn dieser sagt, dass die Hamas-Angriffe nicht im luftleeren Raum entstanden seien. Und nein, diese Feststellung ist nicht skandalös, sondern einfach notwendig, wenn man den Konflikt so nüchtern und umfassend wie nur irgendwie möglich erfassen will: > >[https://www.tagesschau.de/ausland/guterres-nahost-streit-100.html] > >Nur ein Beispiel: Wenn sich radikale israelische Siedler seit Jahrzehnten im Westjordanland wie offene Hose benehmen und das die israelische Politik und Polizei herzlich wenig juckt, dann ist das ein Umstand, der natürlich zur Eskalation der Lage beiträgt: > >[https://en.wikipedia.org/wiki/Israeli_settler_violence] > >Und auf beiden Seiten gibt es durchgeschepperte Fanatiker, die diesen eigentlich primär territorialen Konflikt noch weiter befeuern wollen, indem sie ihn zu allem Überfluss auch noch zu einem religiösen Konflikt ausbauen wollen: > >"When an 11-year-old Palestinian girl from Nablus was killed by settlers in 1983, in their defense, the chief rabbi of the Sephardic community reportedly cited a Talmudic text justifying killing an enemy on occasions when one may see from a child's perspective that he or she will grow up to become your enemy." > >Gleichzeitig sind die hasserfüllten Botschaften von islamistischen Hasspredigern mit Faible für Antisemitismus auch leider viel zu gut bekannt. Von derart motivierten Terroranschlägen ganz zu schweigen. > >Was soll man dazu noch sagen? > >Ich habe den Glauben an eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts verloren. Ich schaue dorthin, und alles ist scheiße. Gewalt bahnt sich immer weiter ihren Weg, Tragödien pflastern selbigen, und die weitere Entwicklung wird nicht weniger hässlich als bisher. Bis sich irgendwann eine Seite endgültig durchgesetzt hat - und die andere dann wahrscheinlich quasi weg ist. > >Man kann sich fast nur noch resigniert abwenden, weil einfach alles furchtbar ist. Nüchtern betrachtet kommt aber noch hinzu, dass dieser Konflikt halt noch Potential hat, den Rest der Welt zu erschüttern. Mir geht ein kalter Schauer herunter wenn ich an die Prophezeiungen religiöser Fanatiker denken, die im Nahosten den Schauplatz der letzten Schlacht zwischen gut und Böse ausmalen. Interessanterweise gibt es diese Prophezeiung afaik seitens muslimischer als auch christlichen demagogen |
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