Meine Eltern waren zwar lokalpolitisch engagiert, aber mehr als Partei-Familienfeste habe ich nicht registriert - also als Fun, nicht als Politik. Sowas wie die heute schon in der Kita zu findenden "Kinderparlamente" gab's damals auch nicht. Also im großen und ganzen wohl eine völlig apolitische Kindheit erlebt. Aber die Wende war dann so ein großes Thema, da war ich 12/13, dass es überall, auch in der Schule selbst (5./6. Klasse) politische Diskussionen gab. An vorherige politische Themen erinnere ich mich nicht. Das erste gesellschaftliche Thema an was ich mich bewusst erinnere ist Tschernobyl. Auf einmal konnten wir keine Pilze mehr sammeln gehen, das war ein Schock damals für mich, der das bis dahin jedes Jahr machte.
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