Thema:
Re:ist das Ironie? flat
Autor: FS
Datum:22.10.23 08:40
Antwort auf:Re:ist das Ironie? von Scarface

>Der zweite Punkt, der mir an der Argumentation nicht gefällt:
>Mit der Logik hätte man damals Nazideutschland einfach weiterhin alle Gegner terrorisieren lassen müssen.


Im offenen Krieg zwischen Nationen werden militärische Ziele bombardiert. Das war 90% der Kriegsführung. Trotzdem gilt das Gebot der Verhältnismäßigkeit.

>Immerhin gab es damals auch genug Deutsche die keine Nazis waren als die Städte niedergebombt wurden.

Wenn Du Dresden meinst. Was da gemacht wurde gilt bis heute als Kriegsverbrechen und war auch als Terror gedacht war. Sagte Churchill sogar wortwörtlich. Es wurde gezielt berechnet, wie man Feuerstürme erzeugen könnte (also die Thermik der Flammen nutzen, um einen "Feuertornado" zu erzeugen), die besonders viele Menschen töten. Trotzdem gab es in Dresden auch Munition-, Flugzeugbauteile- und andere Hilfsgüter-Fabriken, die dabei ebenfalls zerstört wurden.

Genau wie Hitlers V2 auf London. Militärischer Schwachsinn basierend auf einer Einschüchterungstheorie.

Hat man im Irak mit "Shock and Awe" erneut erfolglos probiert. Das ist die ideologisch verbohrte Falken/Rechtsaußen Denke, die wohl nie eine Zeile über menschliche Psychologie gelesen haben.

Solche Dinge sind unverhältnismäßig und aus der Überzeugung geboren, dass genug Terror gegen Zivilisten diese zum Aufstand oder Aufgabe anspornen würde.

Gemeinsames Leid schweißt gegen den Feind jedoch eher zusammen.

>Es ist ein Krieg der nicht zu gewinnen ist,

Darum sollte man die Menge an zivilen Opfern so gering halten wie nur irgendwie möglich.

>Israel wird jetzt dafür sorgen, dass die Hamas im Gazastreifen verschwindet. Egal mit wieviel Blut und unschuldigen Toten es verbunden sein wird.

Sehe ich auch so, macht es aber nicht besser oder gar gut.

>Und ich bin sicher, in solch einer Gewaltspirale wäre ausnahmslos jedes Land eingestiegen welches ich kenne, wenn es in der gleichen Situation wie Israel wäre.

Möglich, trotzdem nicht akzeptable, begrüßenswert oder gut.


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