Thema:
Re:Es geht wie immer nur um eines: Geld flat
Autor: Telemesse
Datum:21.10.23 13:24
Antwort auf:Re:Es geht wie immer nur um eines: Geld von FS

>>Ich denke aber man hier schon unterscheiden. In lokalen Metzgereien wird ja ohnehin meist regionales und/oder Biofleisch verkauft. Vegane/Vegetarische Fleischersatzprodukte sehe ich da auf Sicht überwiegend eher als Substitut für Supermarkt Billigfleisch. Das sind also dann durchaus zwei Märkte, die eigentlich weniger in Konkurrenz zueinander stehen sondern sich ergänzen. D.h. weg von der Massentierhaltung hin zu industrieller Fleischersatzproduktion. Als Ergänzung dazu gibts dann aber eben noch hochwertige Fleischprodukte aus entsprechend besserer Tierhaltung beim lokalen Metzger.
>
>Es gilt halt auch: Bio muss man sich leisten können.
>Wer nur Bio kaufen will, aber wenig Budget hat, wird am Konsumverzicht nicht vorbeikommen. Dann gibts halt nur am Wochenende einen Braten. Viele sehen das nicht ein und kaufen dann täglich ihre Wurst und Schnitzel etc. aus Massentierhaltung dafür das Kilo für 5-6 Euro. Ohne Verbote von Massentierhaltungsfleisch wird sich das nicht ändern. Das bedeutet das aber eine zwangsweise "Fleischdiät" für die finanziell Schwachen und wird soziale Spannung erzeugen. Das Problem ist verdammt schwer zu lösen, ohne unfair zu sein.


Ich glaube gar nicht das man da von einem wirklich spürbaren Verzicht oder Genussverlust ausgehen muss.
Discounterhackfleisch, Burger, Nuggets, Wurstprodukte etc. kann man schon jetzt echtfleischfrei gut substituieren ohne das man da geschmacklich nennenswerte Kompromisse eingehen muss. Diejenigen die das bisher überwiegend kaufen dürften ohnehin auch bisher Fokus eher auf Geschmack, Menge und Preis zu legen als auf artgerechte Tierhaltung und Biosiegel. Wenn man es also hinkriegt dieses Segment möglichst vollständig Echtfleischfrei zu produzieren, sehe ich gar keine Notwendigkeit die Mengen für Biofleisch zu erhöhen oder dessen Preis zu drücken.
Wichtiger ist imo eher wie Hersteller ihre Produkte im Handel positionieren. Momentan liegt ja der Fokus dabei noch eher auf höherpreisigem „Lifestyleprodukt“ für eine zahlungskräftige Klientel als auf preiswertem Fleischersatz.


< antworten >