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| Autor: | Sven Mittag | ||
| Datum: | 17.10.23 08:26 | ||
| Antwort auf: | Re:Klimawandel aus sich der Netzagentur von Transistor | ||
Naja, dies war ja nur ein kleiner Abriss einer zweistündigen Präsentation, welche zudem wirklich nur den Fokus auf Stand/Planung/nötige Schritte hatte. Finanzierbarkeit und sozialer Impact der Umgestaltung nahm da wirklich nur einen sehr kleinen Teil der Präsentation und späteren Diskussion ein. Einhellige Meinung war aber, dass halt ein Umsetzen im nötigen Umfang einfach nicht zu stemmen ist. Nicht weil wir es uns nicht leisten könnten. Sondern weil der Wohlstandverlust wohl zu groß wäre, als dass wir dazu gesamtgesellschaftlich bereit wären. Und da nahmen sich die Teilnehmer eigentlich auch nicht aus. Ein konsequentes Umsetzen hätte halt zur Folge, dass die Akzeptanz sinkt, wissenschaftsfeindliche Bewegungen immer stärker werden (Stichwort AFD) und wir am Ende mehr damit kaputt machen als mit kleinen Schritten, Klimakosmetik. Ein weiteres Problem ist halt die mittlerweile komplett aus dem Ruder laufende, ideologische Diskussion dieser Themen. Anstatt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Strömungen zu diskutieren und einen Mittelweg zu finden (welcher im Regelfall immer der beste Weg ist), akzeptieren wir Fremdmeinungen nicht mehr und sind nicht in der Lage unseren eigenen Irrglauben auch mal einzugestehen. Internet sei dank, hat dies einfach in den letzten Jahren maximal zugenommen. Wir hören nur noch Dinge, die wir hören wollen. Wenn jemand uns den Spiegel vor Augen hält ignorieren wir es, suchen Ausflüchten (dank Internet gibt es ja für jeden Schwachsinn "Belege") oder wechseln die Bubble bis sie uns genehm ist. Medien als korrektives Mittel bestehen heute ja dank der Internet-Entwicklung auch nicht mehr. Nur noch Fokus auf rein (nachweislich!) reichweitenstarke Artikel (also Hetze und Kontroverse), kaum mehr (teure) studierte Journalisten sondern fast nur günstige Quereinsteiger :( |
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